Rodenkirchen Elektrische Autos gelten als Rettung der Umwelt vor schädlichen Abgasen. Dann könnten elektrische Zigaretten womöglich auch eine Alternative für Raucher sein?

Dies fragten sich Schülerinnen und Schüler der Oberschule Rodenkirchen, die in den vergangenen Wochen am Projekt „Zeitung in der Schule“ der NWZ teilnahmen. Sie suchten Argumente für oder gegen die Zigarettenalternative.

Keinen Teer einatmen

Viele Jugendliche und Erwachsene glauben demnach, dass der Genuss von E-Zigaretten gesünder oder gar unschädlich ist und teils gar nicht als rauchen gilt. Und darin scheint ihnen etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) zunächst durchaus Recht zu geben.

Die wissenschaftliche Datenlage sei derzeit noch unzureichend, heißt es dort erst einmal. Doch im Vergleich zum Konsum von Tabakzigaretten sei die E-Zigarette „vermutlich insgesamt weniger gesundheitsschädlich“.

Sogar beim Entzug von herkömmlichen Glimmstängeln können E-Zigaretten offenbar helfen, fanden Schülerinnen und Schüler beim ersten Nachforschen heraus. Denn beim Einatmen elektrisch verdampfter Flüssigkeiten, sogenannter Liquids, kann der „Dampfer“ zwar weiterhin Nikotin zu sich nehmen, giftige Verbrennungsrückstände wie den sogenannten Teer muss er seiner Lunge nicht mehr zumuten.

Bei E-Zigaretten kann der Nutzer darüber hinaus durch die Wahl des Liquids selbst entscheiden, wie viel Nikotin der Dampf enthalten soll.

Angenehmerer Geruch

Belegen ließe sich der positive Effekt solcher Möglichkeiten möglicherweise durch eine 2019 veröffentlichte Studie aus England, wonach 18 Prozent der teilnehmenden Probanden, die mit E-Zigaretten vom Rauchen losgekommen waren, auch nach einem Jahr noch abstinent blieben. Bei Nutzern anderer Ersatzprodukte wie nikotinhaltiger Kaugummis oder Pflaster sollen es dagegen nur neun Prozent gewesen sein.

Und nicht zuletzt stinken „normale“ Zigaretten einfach fürchterlich, führten Schülerinnen und Schüler selbst ein weiteres Argument für die neue Form des Dampfens ins Feld. Der Dampf der E-Zigaretten nämlich dufte mitunter eher angenehm, etwa fruchtiger nach Wassermelone oder Erdbeere.

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