Oldenburg Aufregung im Vorraum einer Sporthalle? Das kennen wir vom Sportunterricht eigentlich nicht. Als wir auf die Handballprofis vom VfL Oldenburg treffen, sieht das allerdings anders aus.

Die beiden Rückraumspielerinnen Myrthe Schoenaker und Kathrin Pichlmeier warten im Besprechungsraum des Vereins schon auf uns. Christoph Richter ist ebenfalls mit dabei. Er kümmert sich beim VfL um Marketing und Vertrieb.

„Aufregung gehört dazu“

Aufgeregt zu sein ist auch für Handballprofis normal. „Vor manchen Spielen ist man sogar besonders nervös“, verrät Kathrin Pichlmeier. Myrthe Schoenaker und Kathrin Pichlmeier spielen schon Handball seitdem sie sechs und neun Jahre alt sind. Heute sind sie 23 und 27 Jahre alt. Sie spielen für den VfL Oldenburg in der 1. Handballbundesliga. In dieser Liga ist die Mannschaft, mit wenigen Unterbrechungen, schon seit 40 Jahren.

Die Pfeil­­­satz­methode hilft beim Texten. BILD: Lena Knepper

Pfeilsatzmethode

Die Pfeilsatzmethode nutzen einige Schülerinnen und Schüler der Abschlussstufe 2 der Schule Vielstedter Straße, eine Förderschule für Lernen und geistige Entwicklung. Kinder und Jugendliche, die nicht lesen oder schreiben können, gestalten so Sätze und Texte.

Die Pfeile stehen für Verben. Bekannte Substantive sind ausgeschrieben, andere Substantive werden als Bild oder Foto dargestellt, wie zum Beispiel die Autogrammkarten der Spielerinnen (Foto oben).

Mithilfe dieser Methode haben die Schülerinnen und Schüler das Grundgerüst für den nebenstehenden Bericht gestaltet. Ihre Klassenkameradinnen und -kameraden haben dann daraus – mit Unterstützung von Lehrkräften – den Artikel gefertigt.

In dem oben dargestellten Beispiel haben die Jugendlichen beschrieben, dass sie von den Spielerinnen Autogrammkarten bekommen haben.

Deutlich länger besteht der Verein allerdings schon. Er wurde im Jahr 1894 gegründet. Eigentlich ist die Bezeichnung Verein gar nicht mehr richtig, erklärt Christoph Richter. Mittlerweile organisiert eine eigene GmbH den Spielbetrieb in der 1. Bundesliga. Aber einen normalen Fanclub hat die Mannschaft immer noch.

Die „Hunte-Flammen“ feuern bei allen Heimspielen kräftig an. „Es macht einfach total viel Spaß mit ihnen und die Unterstützung ist klasse“, sagt Myrthe Schoenaker. Die Mannschaft bekommt von vielen Leuten Unterstützung. Es gibt auch Betreuer, Physiotherapeuten, Busfahrer, Büromitarbeiter und viele Helfer.

Baumharz als Kleber

90km/h? So viel? – Wenn alles gut läuft, kann ein Handball schon mal so schnell fliegen. Am besten gelingt das mit einem ungewöhnlichen Kleber: Baumharz. Der hilft dabei, dass der Handball gut in der Hand klebt und dann schnell in das Tor fliegen kann.

Die Mannschaft trainiert mehrmals die Woche. Wenn man Handballprofi werden will, muss man viel Zeit in das Training investieren und sehr diszipliniert sein. „Am wichtigsten ist aber Spaß und Leidenschaft“, sagt die Rückraumspielerin Myrthe Schoenaker.

In der Halle hören wir schon laute Musik und die quietschenden Schritte der Turnschuhe der Spielerinnen, die bereits da sind. Die Mannschaft macht sich bereits warm für ihr Training. Inzwischen hat sich unsere Aufregung gelegt. Myrthe Schoenaker und Katrin Pichlmeyer haben sich viel Zeit für uns genommen und unsere Fragen beantwortet.

Nach dem Interview gaben uns die beiden Bundesligaspielerinnen Autogrammkarten mit unseren Namen darauf. Nach dem gemeinsamen Foto wollten wir gern noch in der Halle bleiben und der Mannschaft weiter zusehen.

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