Zetel Vier Tage im Jahr herrscht in Zetel der absolute Ausnahmezustand. Der Zeteler Markt ist der Treffpunkt für alle Zeteler und ehemaligen Zeteler – zum Markt kommen sie alle wieder nach Hause. Es wird gefeiert was das Zeug hält. Von Sonnabend, 8. November, bis Mittwoch, 12. November, kommen Tausenden nach Zetel – auch wenn am Dienstag, 11. November, Ruhetag ist.

Für alle Generationen ist der Markt ein Anziehungspunkt, es gibt Musik für fast alle Geschmäcker, den Seniorennachmittag, den Viehmarkt, das Höhenfeuerwerk und vieles mehr. Schausteller bringen ebenso rasante Neuheiten mit, Fahrgeschäfte, vor denen die jungen Leute Schlange stehen, wie auch traditionsreiche Buden und Karussells.

Der Zeteler Markt zählt auch für die Schausteller zu den Höhepunkten der Saison. Das betonte Karl-Heinz Langenscheidt, seit 33 Jahren Vorsitzender des „Vereins reisender Schausteller Ostfriesland“. Der Mittwoch habe so eine Anziehungskraft, Menschen aus der ganzen Region reisten an. Der Viehmarkt zum Abschluss sei natürlich der Höhepunkt des viertägigen Festes.

Rund 60 Prozent der Schausteller, die auf dem Zeteler Markt vertreten sind, stammen aus Ostfriesland. Das unterstreiche die langjährige Verbundenheit zwischen Zetel und Ostfriesland, erklärte Langenscheidt weiter: „Eine Konkurrenz zu den Kollegen aus dem Oldenburger Land gibt es nicht.“ Nach Aussage des Vorsitzenden müsse im Zuge der Entwicklung des Festes darauf geachtet werden, dass der Zeteler Markt nicht zu einer „Ballermann-Veranstaltung“ verkomme: „Es soll und muss in den Festzelten und auf dem Viehmarkt gefeiert werden, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch auch die Betreiber der Fahrgeschäfte und Karussells müssen auf ihre Kosten kommen.“ Das sei ein ganz wichtiger Faktor für solch eine traditionsreiche Veranstaltung.

Karl-Heinz Langenscheidt ist der Auffassung, dass am Zeteler Markt nichts verändert werden solle. Auf keinen Fall dürfe das Fest verlängert werden, wie das in Rodenkirchen geschehen ist. Eine Ausdehnung auf mehr Tage bringe nichts: „Es kann nicht mehr Geld ausgegeben werden. Bei einer Ausdehnung werden die anderen Tage schwächer verlaufen.“ Eine Verlagerung auf mehr Tage bringe nicht mehr Einnahmen, und auch die Besucherzahlen würden nicht steigen: „Da bin ich mir ganz sicher.“

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Zetel sei ausgesprochen gut: „Die Verantwortlichen der Kommune haben aufgepasst. Nach Neugestaltung des Marktplatzes ist mit der entsprechenden Infrastruktur des Areals an das Volksfest gedacht worden“, sagt Langenscheidt.

Sandra Binkenstein Varel / Redaktion Friesland
August Hobbie Varel / Mitarbeiter
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