NEUENBURG Jörg Mondorf hat Tim Kammer als Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Zetel/Neuenburg abgelöst. Kammer hatte dieses Amt vier Jahre inne und gab am Freitagabend während der Mitgliederversammlung in Neuenburg berufliche wie private Gründe dafür an, nicht erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Der 33-jährige Bauingenieur wird demnächst Vater. Er bleibt als Beisitzer dem CDU-Vorstand erhalten und ist nach wie vor CDU-Fraktionsvorsitzender im Zeteler Gemeinderat.

Dort ist Jörg Mondorf sein Stellvertreter, ferner Vorsitzender des Jugend- und Kulturaussschusses. Der 37-Jährige gebürtige Bockhorner wohnt seit gut vier Jahren mit seiner Familie in Zetel, seit 2,5 Jahren ist er Mitglied der CDU und des Gemeinderates. Als Beisitzer arbeitete er bereits im CDU-Vorstand mit.

Mondorf, von Beruf Polizist, sieht sich nach eigenen Aussagen weniger als Vorsitzender, sondern mehr als CDU-Teamleiter und Mannschaftsspieler. Eines der vordringlichen Aufgaben neben den bevorstehenden Wahlen zum Europaparlament und dem Bundestag sind für Mondorf, neue Leute in die CDU zu holen. Zu seinen Stellvertretern gehören mit Wolfgang Fleischhauer (69) und Dennis Shwec (20) zwei Personen, die die Senioren und die Jugend in der CDU ansprechen sollen. Der Gemeindeverband zählt derzeit 109 Mitglieder, die Zahl ist damit konstant. Die bisherigen Stellvertreter Elisabeth Onken und Heike Ahlborn hatten nicht erneut kandidiert. Als Schatzmeister wiedergewählt wurde Arno Koring, neuer Schriftführer für Angelika Blenke ist jetzt Ulrich Ahlborn.

Vor der Neuwahl des Vorstandes hatte der alte Vorsitzende Tim Kammer noch die freudige Aufgabe, ein langjähriges CDU-Mitglied zu ehren. Karl-Heinz Kruse, der seit 30 Jahren das Parteibuch trägt, erhielt eine Urkunde, eine Anstecknadel, einen Blumenstrauß und ein Präsent. Die Urkunde ist vom Kreis-, Landes- und Bundesvorsitzenden unterschrieben: Hans-Werner Kammer, Manfred Carstens und Angelika Merkel.

In seinem Jahresrückblick hob Tim Kammer die guten Ergebnisse der jüngsten Wahlen hervor. In Zetel habe die CDU bei der Landtagswahl bei den Erst- und Zeitstimmen gewonnen. Dennoch sei es bedauerlich, dass Elisabeth Onken den Sprung in den Landtag knapp verpasst hat. Innerhalb des CDU-Gemeindeverbandes habe es einige Veranstaltungen wie das Lamm-Essen, drei Firmenbesuche, Schießen der örtlichen Vereine, Stand auf dem Sterntaler-Markt, Skatturnier gegeben, berichtete Kammer. Er hätte sich aber mehr politisches Engagement der Mitglieder gewünscht und appellierte, die neue Führungsriege stärker zu unterstützen.

Zum Gemeindeverband gehört auch der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Hans-Werner Kammer, der ebenso an der Mitgliederversammlung teilnahm wie der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nacke aus dem Ammerland, der auch Ansprechpartner für das südliche Friesland ist.

Neue Gesichter im Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes

Der neue Vorstand:

Vorsitzender Jörg Mondorf, 1. Stellvertreter Wolfgang Fleischhauer, 2. Stellvertreter Dennis Shwec, Schatzmeister Arno Koring, Schriftführer Ulrich Ahlborn, Beisitzer Walter Genske, Tim Kammer, Jan Wübbenhorst, Ulf Lange, Walter Mutzke, Jörg Ziefuß, Viola Bronnert und Ralf Gellisch.

Hans-Werner Kammer (CDU-Kreisvorsitzender und MdB) erteilte einer zweiten Gesamtschule (IGS) in Friesland eine Absage. Bereits die erste IGS in Schortens werde den gebeutelten Kreishaushalt stark belasten. Die CDU stehe zum dreigliedrigen Schulsystem. Geplante Biogasanlagen und Kohlekraftwerke dürften die Region nicht über Gebühr belasten. Die CDU Friesland entscheide noch in 2008, ob sie mit einem eigenen Kandidaten in die nächste Landratswahl gehe. Es würde der Partei gut zu Gesicht stehen. Der Kandidat müsse rechtzeitig nominiert werden, um ihn überall bekanntzumachen.

Jens Nacke (MdL) sprach die Finanzmisere an und betonte, die Landesregierung müsse jetzt beweisen, dass sie trotz Finanzkrise wie geplant 2010 erstmals einen Haushalt ohne Neuverschuldung schaffe. Er sprach sich für eine bessere Vernetzung von Kindergarten und Grundschule aus; denn beides seien Bildungseinrichtungen. Besser vernetzt werden müssten auch die Transportwege entlang der gesamten deutsche Küsten. Es gehe nicht um Straße oder Schiene: Beide würden gebraucht, um den wirtschaftlichen Erfolg der Region Friesland sicherzustellen. Die Küstenautobahn A 22 müsse schnell zur Planungsreife gebracht werden, ebenso müsse die Eisenbahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven zügig zweigleisig und mit Lärmschutz ausgebaut werden.

Christoph Koopmeiners Redakteur / Redaktion Wildeshausen
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