Ruttel „Wir freuen uns, dass ihr euch getraut habt, uns herauszufordern. Wir werden alles geben.“ Damit hat Bockhorns Bürgermeister Andreas Meinen am Freitag sportliche Akzente gesetzt. Anlass war der Boßelwettkampf zwischen den Mitarbeitern der beiden Gemeinden Bockhorn und Zetel, zu dem zuvor Zetels Bürgermeister Heiner Lauxtermann die Delegation aus Bockhorn und auch die Mitstreiter aus der eigenen Gemeinde bei der Rutteler Mühle begrüßt hatte.

Seit Anfang der 80er Jahre gibt es bereits diesen Boßelwettkampf der beiden Gemeinden, ins Leben gerufen noch zu Bürgermeisterzeiten von Hans Werner Kammer (Zetel) und Gerd Hanken (Bockhorn). „Dass etwas so lange hält, ist ein gutes Zeichen“, meinte Lauxtermann. „Nur einige Gesichter haben sich verändert.“ Es sei gut, wenn man Nachbarschaft so pflegen kann. Lauxtermann freute sich daher auch über die „stattliche Zahl von Kollegen und Kolleginnen“, die an der Tour teilnahmen. 25 Mitstreiter waren insgesamt gemeldet.

Die Organisation der Tour übernehmen die Gemeinden jeweils im jährlichen Wechsel, die Routen werden stets neu gewählt. Die Gemeinde Zetel hatte für dieses Jahr den Zollweg in Ruttel als Startpunkt ausgewählt. Zum Auftakt warf Bürgermeister Lauxtermann für die Zeteler, gefolgt vom Amtskollegen Meinen für Bockhorn. Vom Zollweg aus ging es dann weiter bis zum Lengener Meer. „Eine Strecke ist etwa vier Kilometer lang, und dann geht es auch wieder zurück“, erläuterte Zetels erster Gemeinderat Bernd Hoinke. Für Verpflegung auf der Strecke war gesorgt, und krönenden Abschluss bildete ein gemeinsames Grünkohlessen in der Rutteler Mühle.

Den Wanderpokal jedoch, den die Bockhorner sportlich zu verteidigen gedachten, mussten sie in diesem Jahr den Zetelern überreichen. Die Gastgeber gewannen mit elf Schoet und sind damit nun für mindestens ein Jahr lang im Besitz des Pokals, auf dem die Sieger aller vergangenen Jahre schon eingraviert sind. Allerdings ist der aktuelle Pokal bereits der zweite, der seit den 80er Jahren ins Spiel gebracht wurde. Auf dem ersten mangelte es nach all den Austragungen schon an Platz für weitere Gravuren.

„Am Anfang waren die Bockhorner ganz stark. 1988 stand des 5:0 für Bockhorn. Aber wir haben inzwischen schon kräftig aufgeholt“, betonte Lauxtermann mit Rückblick auf die vergangenen Jahre – und bestärkt durch den Ausgang des Wettkampfs in diesem Jahr. Der nachbarlichen Freundschaft beider Gemeinden soll dies aber keineswegs zum Abbruch führen – im Gegenteil. Es zählt der sportliche Gedanke.


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Anke Wöbken Varel / Redaktion Friesland
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