Sankt Augustin (dpa/tmn) – Verreisen seine Bewohner, sollte das Haus nicht komplett im Winterschlaf versinken. Sonst drohen gravierende Schäden. Auch ein leerstehendes Ferienhaus braucht Vorbereitung auf die kalten Tage. Ein paar Tipps:

1. Wasserhähne abstellen

Das ist einer der wenigen Punkte, bei denen das Haus mit der Arbeit aufhören kann, wenn seine Bewohner abwesend sind. Das heißt: Das Wasser im gesamten Haus sollte vollständig abgestellt werden. Das geschieht am besten direkt am Haupthahn. Die Wasserhähne selbst sollten dann geöffnet werden. Außerdem rät Andreas Braun vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima: "Alle Leitungen, die aus dem Haus ins Freie führen, müssen entleert werden. Das gilt besonders auch für Rohre, die frei auf dem Grundstück verlegt und direkt dem Frost ausgesetzt sind."

2. Heizung drosseln

Die Heizung lässt man am besten weiterlaufen. "Auch wenn die Bewohner monatelang nicht da sind, ist es besser, sie auf kleinster Leistungsstufe durchlaufen zu lassen", sagt Braun. "Sonst besteht die Gefahr, dass die Heizung bei starkem Frost einfriert." Je länger das Haus im Winter leer steht, desto niedriger können die Raumtemperaturen sein. "Ist aber nur ein paar Wochen niemand zu Hause, sollte ein erträglicher Mindestwert eingestellt werden", ergänzt Braun. "Dann kühlt das Haus nicht so sehr aus und lässt sich bei Bedarf schneller wieder angenehm temperieren." Grundsätzlich raten Experten dazu, dass es nicht weniger als 16 Grad werden sollten.

3. Schneeräumen in Auftrag geben

Auch bei Abwesenheit sind Hausbesitzer zum Räumen von Schnee und Eis verpflichtet. "Hausbesitzer sollten damit am besten eine Dienstleistungsfirma beauftragen", rät Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Wer gutmütige Nachbarn oder fleißige Freunde hat, spannt diese alternativ ein.

4. Wertgegenstände nicht offen liegen lassen

Wo etwas herumliegt, haben Einbrecher es besonders einfach. Daher gilt, ob man ein Ferienhaus für den Winter abschließt oder sein reguläres Zuhause für eine Zeit verlässt: Wertsachen verräumen oder mitnehmen. Um sich vor Blicken von außen zu schützen, helfen dichte Vorgänge vor den Fenstern, rät Wagner. Wer auch die Rollläden schließt, macht es Dieben schwerer, vor allem, wenn die Rollläden über einen Hochschiebeschutz verfügen.

"Allerdings muss man bedenken, dass über längere Zeit geschlossene Rollläden immer auch ein Hinweis für potenzielle Einbrecher sein können, dass niemand zu Hause ist", ergänzt Wagner. Das mag besonders für normale Wohnhäuser zutreffen, die nur zeitweise verlassen sind und wo Einbrecher eher Wertgegenstände finden als in winterfest gemachten Ferienhäusern. Die Initiative für aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!" rät übrigens zu einem anderen Vorgehen: Wenn man im Urlaub ist, sollte das Haus so wirken als wäre jemand anwesend. Nachbarn oder Bekannte sollten also immer mal wieder die Rollläden hochziehen.

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