Das Wichtigste: Zugänge sichern

Beim Einbruchschutz fängt man immer mit der Gebäudeaußenhaut an. „Bei allen Zugangsmöglichkeiten braucht man eine mechanische Grundsicherung, die so gut ist, dass der normale Einbrecher gar nicht erst ins Haus kommt“, sagt Schölzel. „Das kriegt man mit sogenannten einbruchhemmenden Fenstern und Türen hin, die der RC2-Norm entsprechen.“ Die Abkürzung steht für „Resistance Class“, zu Deutsch Widerstandsklasse. Ältere Fenster kann man mit sogenannten Pilzkopfzapfen nachrüsten, Rollläden mit einer sogenannten Hochschiebesicherung.

Licht an!

Einbrecher wollen nicht gesehen werden. Licht vertreibt sie. Deswegen gibt es heutzutage auch kaum ein Haus mehr, an dem nicht eine Außenlampe dank Bewegungssensor angeht. „Allerdings machen die meisten dabei einen Fehler“, warnt der Polizist. Denn Licht sei nur dann effektiv, wenn der Einbrecher die Lampe auch nicht manipulieren kann, beispielsweise mithilfe eines Farbsprays. Dazu muss sie in einer Höhe von mindestens drei Metern angebracht werden. „Außerdem muss das Licht kräftig und hell sein und mindestens drei Minuten und nicht 30 Sekunden lang an bleiben. Nur dann läuft der Einbrecher Gefahr, entdeckt zu werden und macht sich davon“, sagt Schölzel.

Im Urlaub Anwesenheit simulieren

„Ich empfehle jedem, einfach ein altes Fahrrad vor der Haustür abgeschlossen abzustellen“, sagt der Kriminalpräventionsbeauftragte. „Das sieht nämlich so aus, als wäre jemand gerade nach Hause gekommen.“ An Zeitschaltuhren gestöpselte Lampen seien auch ein gutes Mittel – allerdings nur, wenn das Licht in Zimmern angeht, in die der Einbrecher auch nicht hineinsehen kann. „Lassen Sie eine Lampe oben im Bad um 17 Uhr angehen – und bis 5 Uhr morgens durchbrennen“, sagt Schölzel. „Es ist nämlich sehr realistisch, dass jemand nachts mal ins Bad muss oder gerade erst nach Hause gekommen ist und sich nun frisch macht.“ Und da Einbrecher in der Regel Gelegenheitsdiebe sind, muss man sich auch keine Sorgen machen, dass dieser Trick auffliegt. „Der Kriminelle zieht zum nächsten Haus weiter und kommt am Folgetag nicht wieder, um dasselbe Gebäude zu beobachten.“

Vorsicht beim Alarmanlagenkauf

Überfall- und Einbruchmeldeanlagen können in Kombination mit mechanischer Sicherheitstechnik zusätzlichen Einbruchschutz bieten. „Wichtig ist dabei, dass sie falschalarmsicher sind“, unterstreicht Schölzel. Dafür müssen sie Grad 2 nach der Norm DIN EN 50131 entsprechen.

Beratung ist das A und O

Wer sich über Einbruchschutz informieren möchte, kann sich direkt an die Polizei wenden. „Jede größere Polizeidienststelle hat einen Kriminalpräventionsbeamten“, erzählt Schölzel. „Wir kommen dann auch zum Bürger nach Hause, um die passende Lösung fürs Haus zu finden – kostenlos.“  krs/anm

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