Köln Die Einrichtung von Balkon und Terrasse ist längst kaum noch zu unterscheiden von der des Ess- und Wohnzimmers. Bei der Gestaltung spielen diverse Aspekte eine Rolle:

Himmelsrichtung

Sie hat hat einen großen Einfluss auf seine Gestaltung, Ausstattung und Bepflanzung.

Ein Nordbalkon wird selten oder nie von einem Sonnenstrahl erreicht, was ihn zu einem idealen Refugium für heiße Tage macht. Ein Südbalkon bietet die meisten Sonnenstunden, was aber auch leicht zuviel werden kann. Eine Beschattung ist unerlässlich. Ostbalkone werden von der Morgensonne beschienen und sind daher der ideale Frühstücksfreisitz. Ab dem späten Nachmittag werden dagegen Westbalkone von der Sonne verwöhnt, hier kann man die Abendstunden genießen.

Einrichtung und Accessoires

Zum Wohlfühlen braucht das Sommer-Wohnzimmer mehr als nur Tisch und Stühle. Diese sollten aber so beschaffen sein, dass sie dazu einladen, länger darauf sitzen zu wollen, rät Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Gemütlichkeit erzeugt auch ein Holzfußboden – wetterfeste Klicksysteme für Heimwerker gibt es in den Baumärkten. Und darauf kommt ein regenfester Teppich. Kissen und Polster, Leuchten und Lampions schaffen ebenfalls Atmosphäre. Regale oder angesagte Holzkisten bieten Platz für Dekorationen und Pflanzen: „Die Menschen sehnen sich vermehrt nach einem urban jungle – einem kleinen grünen Dschungel mitten in der Stadt“, sagt Trendforscher Frank A. Reinhardt aus Köln.

Materialien

Aus Kunststoff, Holz oder Metall werden Möbel angeboten. Kunststoff-Möbel sind laut der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) kostengünstig, leicht und pflegeleicht. Aber sie müssen im Winter eingelagert werden, außerdem setzt die pralle Sonne ihnen zu. Dasselbe gilt für Holzmöbel. Sie sollten aus robusten Sorten wie Teak, Eukalyptus, Bangkirai und Red Meranti bestehen, rät die DGM. Alternativ müssen die Hölzer mit Schutzmitteln haltbar gemacht werden. Metall empfehlen die Experten für Möbel, die jedem Wetter ausgesetzt werden. Hier sollte man auf witterungsfeste Lacke achten.

Platzbedarf

Um gemütlich sitzen zu können, muss man laut DGM folgende Rechnung aufmachen: Ein Stuhl hat eine Fläche von rund 50 mal 65 Zentimetern. Zusätzlich sollte man 20 bis 30 Zentimeter in der Länge rechnen, damit man den Stuhl verrücken kann. Ein Tisch sollte mindestens einen Meter breit sein, um bequem daran essen zu können. Um eine ganze Essgruppe herum sollte idealerweise ein halber Meter Platz sein, um vorbeigehen zu können. Klappmöbel lassen sich auf dem Balkon platzsparend wegstellen.

Farben

Auch Praktisches ist bei der Farbwahl zu bedenken: Dunkle Materialien werden in der Sonne heiß, helle Polsterauflagen können eine Lösung sein, rät die DGM. Wer einen hellen, empfindlichen Boden hat, sollte keine Holzmöbel nehmen, deren Lacke oder Lasuren abfärben könnten.

Trends

Grau ist eine Modefarbe für Möbel und Polster. Farbige Akzente setzen Kissen oder Accessoires in Rot, Grün und vor allem Blau – die neue Balkon-Trendfarbe. Optisch und qualitativ nähern sich Gartenmöbel immer mehr den Wohnzimmermöbeln an.

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