Im Nordwesten Dass die Schaffung von Wohnraum – und möglicherweise auch noch preiswertem – nicht allein mit Eigenheimen zu bewerkstelligen ist, spiegelt sich auch beim Tag der Architektur wieder: Wohnanlagen und Gemeinschaftsprojekte treten in zunehmender Zahl neben repräsentative Residenzen. Folgende Objekte in der Region veranschaulichen die Bandbreite der Wohnarchitektur:  

Oldenburg: Alte Färberei

Der Bedarf an kostengünstigem Wohnraum wächst allerorts, auch in Oldenburg. Bei der Planung und Realisierung der neuen Studentenwohnanlage wurde Kosteneffizienz, Qualität und Nachhaltigkeit gleichermaßen Rechnung getragen. Stringente, minimalistische Grundrisse, vorgefertigte Sanitärzellen in den Appartements, moderne, funktionale Einbauküchen und großflächige Fenster zeichnen das Gebäudeensemble aus: bestehend aus zwei Baukörpern, in Teilen barrierefrei, eingebettet in den alten, erhaltenen Baumbestand.   

Oldenburg: Alt-Osternburg

Das Wohnprojekt ist mitten im zentral gelegenen Oldenburger Stadtteil Alt-Osternburg entstanden. Eine Baugemeinschaft, bestehend aus zwölf Parteien zwischen Mitte 30 und 70, hat hier ein energieeffizientes und gleichzeitig preiswertes Wohnhaus (KfW 55) mit zwölf Wohneinheiten errichtet. Ein Gemeinschaftsraum, Werkstattkeller, Fahrradwerkstatt, ein Teilen (englisch: Sharing) von Waschmaschinen, Lastenfahrrad und Auto sowie ein Gemeinschaftsgarten gehören zum Kern des Konzeptes.   

Achim: Haus F

Das Grundstück dieses Eigenheims befindet sich in direkter Hanglage zur Weser – mit 13 Metern Höhendifferenz. Das Gebäude passt sich dem steilen Gelände an und schiebt sich in den Hang hinein. Der Dachüberstand umrahmt das Haus und zeichnet den Geländeverlauf nach. Da nur eine schmale Lücke zwischen großen Bäumen den Weitblick ganzjährig zulässt, entstand dort das „Schaufenster zur Weser“. Die verglaste Gebäudefront schafft lichtdurchflutete Räume und einen fließenden Übergang in die Natur.   

Bremen: Hafenkante

Das Ziel, Vielfalt und Orientierung in die Überseestadt zu bringen, führt auf dem orthogonalen Baufeld der Hafenkante zum Entwurf einer bewegten Baukörperstruktur: Nach außen fügt sie sich in das disziplinierte Raster des Städtebaus ein, zum Blockinneren jedoch schöpft sie alle Freiheiten aus und entwickelt zum privaten Innenhof dynamisch-fließende Räume mit weichen Kanten und abgerundeten Ecken, die den Blick raffiniert zum Wasser lenken. Das Ensemble bilden vier sehr individuelle, eigenständige Häuser mit Wasserblick für fast alle Wohnungen.  

Bremen: Atriumhaus

Der Entwurf für das Atrium-Haus entstand im Rahmen des Wettbewerbszyklus „ungewöhnlich wohnen“ aus dem Jahr 2011, bei dem ergänzende Bausteine für den Wohnungsbestand des Wohnungsunternehmens Gewoba entwickelt wurden. Das Atriumhaus im Stadtteil Osterholz-Tenever bietet 28 geförderte Wohnungen sowie eine Kita mit Platz für bis zu 90 Kinder. Ein gemeinschaftlich nutzbares, lichtdurchflutetes Atrium gibt dem Gebäude seinen Namen. Die umlaufenden Balkone öffnen das Haus zu den umgebenden Grünanlagen.   

Wilhelmshaven

Das Gästehaus eines Architekturbüros mit Schlafraum, Spa und Sportraum wurde monolithisch mit gedämmten Porotonziegeln in nachhaltiger Bauweise realisiert. Auf das Mauerwerk wurde ein Kalkputz aufgezogen. Das Gebäude ist auf einem Raster geplant, das der Bodenbelag sichtbar macht. Die Flachdachkonstruktion wurde als Holzbalkendecke mit Zwischensparrendämmung ausgeführt und mit einem allseitigen Da­­­ch­überstand von 150 cm ausgestattet.

Hausbesichtigung

Wohnungsbau in vielen Facetten kann am Sonntag, 27. Juni, besichtigt werden. Die Architekten bieten Führungen an:
 Achim, Am Weserhang 6: Haus F; Architekt: Manuel Reichel; Führungen: 11, 12.30, 14, 15.30 Uhr, Reservierung unter hause-reichel@t-online.de bis Samstag, 26. Juni, 11 Uhr erwünscht.
 Bremen, Kommodore-Johnsen-Boulevard, Schwabensteinstraße 3, Sachsensteinstraße, Überseepromenade: Wohngebäude Hafenkante; Spengler Wiescholek Architektur, Landschaftsarchitekten: ASP Atelier Schreckenberg; Führungen: 11, 13, 15 Uhr, Treff: Vorplatz Überseepromenade.
 Bremen, Otto-Brenner-Allee: Atriumhaus Tenever; Architekten: Atelier Kempe Thill, Rotterdam; Führungen: 13, 15 Uhr, Treff: Eingang Kita.
 Oldenburg, Alte Färberei 3-4: Wohnanlage Alte Färberei; Architekten: Droste Droste & Urban; Führungen: 11, 13, 15 Uhr, Treff: Hauseingang Nr. 4.
 Oldenburg, Dragonerstraße 28a: Wohnprojekt Alt-Osternburg; architekturbüro team3, planungsgruppe freiraum; Führungen: 13, 15, 17 Uhr outdoor (Wohnungen von außen gut einsehbar).
 Wilhelmshaven, Schubertring 36: Wohnhaus und Atelier; Architekt: Ulf Janssen; keine Führungen, das Gebäude ist nicht für Besucher geöffnet.

Die Führungen erfolgen unter Berücksichtigung der aktuellen Inzidenzwerte nach der geltenden Coronaverordnung. Nähere Informationen bezüglich der jeweiligen Regeln für die einzelnen Objekte unter:

    https://www.aknds.de/baukultur/tag-der-architektur

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