Köln (dpa/tmn) - Neue Möbel riechen erst mal streng. Das ist völlig normal. Denn auch natürliche Werkstoffe wie Holz und Leder geben einen erst mal ungewohnten Geruch ab. Aber auch Leim, Kleber, Lacke und andere Beschichtungen dünsten zunächst aus.

"Das kennt man ja auch von den Polstern etwa im Auto. Aber man sollte natürlich keine Atembeschwerden oder tränende Augen haben", erläutert Daniel Tigges, Geschäftsführer des eco-Instituts, einem Labor für Innenraumanalytik.

Das eco-Institut hat auf der Möbelmesse IMM Cologne in Köln (18. bis 20. Januar) einen Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Institut für Möbeltechnik (DIM) unterzeichnet. Beide wollen Hersteller von Möbeln, Matratzen und sonstigen Einrichtungen umfassender bei der Kontrolle ihrer Produkte unterstützen - und zwar bevor diese an die Kunden gehen. Doch was kann ich als Verbraucher tun, um mich zu schützen? Die Experten der Institute geben drei Tipps:

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Was kann ich tun, wenn ich ein stark riechendes Möbel gekauft habe?

"Erst mal lüften", rät Tigges vom eco-Institut. Die Stoffe entweichen dann mit der Luft ins Freie. Nach und nach lässt auch der neue Geruch nach.

Wie reagiere ich, wenn die Belastung anhält?

Trifft das ein, und bekommt man gesundheitliche Probleme, empfiehlt Tigges zu einem Emissionstest durch einen Sachverständigen. Bei selbst gekauften Testgeräten sei das Problem, dass der Laie die Werte nicht einschätzen könne. Zumal es in einem Wohnraum immer eine gewissen Stoffbelastung gebe - meistens aber keine gesundheitsrelevante. "Es gibt nicht mehr den Schadstoff der Woche", erläutert Frank Kuebart, Gründer des eco-Instituts. In langen Listen von verschiedenen Institutionen wie dem Umweltbundesamt und der EU gibt es Regelungen für Hunderte von Stoffen und deren maximale Konzentration im Wohnraum.

Wie kann ich mich beim Einkauf schützen?

Der Herkunftsnachweis "Made in Germany" und Label wie der Blaue Engel oder das Goldene M seien ein Schutz, erläutert Prof. Thorsten Ober, Leiter des DIM-Instituts. Es macht Prüfungen für Firmen, die diese Labels tragen. Entsprechende Produkte hielten nicht nur die Maximalwerte an Schadstoffemission ein, sondern gingen weit über die Anforderungen hinaus. Auch die mechanische Sicherheit sei hier geprüft.

Hersteller, die zum Beispiel das Goldene M tragen, seien außerdem verpflichtet, die Produkte regelmäßig erneut prüfen zu lassen. Denn auch sie müssten sich absichern, dass nicht etwa ein Zulieferer unerlaubte Stoffe oder zu viel davon verwendet, erläutert Prof. Ober. Dafür werden etwa einzelne Stoffproben untersucht, aber auch schon mal ganze Kinderzimmer-Einrichtungen in eine Prüfkammer gesteckt.

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