Frankfurt /Main „Das Bad wird individueller und modischer, es wird häufiger etwas verändert“, erklärte Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft, anlässlich der Weltleitmesse ISH für Badezimmer-Trends. Die wichtigste Voraussetzung dafür: Neue Badezimmer werden so angelegt, dass Teile des Raumes sich einfacher neugestalten lassen. Dafür wird zum Beispiel auf das komplette Fliesen der Wände verzichtet. Die notwendigen Stellen werden mit Spritzwasserschutz versehen. Der Rest kann nach Lust und Laune tapeziert oder überstrichen werden.

Auch bestehende Bäder können ohne größere Abrissarbeiten verändert werden. „Gerade bei Teilrenovierungen im Bad werden nun Wandverkleidungsplatten genutzt“, erklärt Dennis Jäger, Chefredakteur der Fachzeitschrift „SBZ Sanitär.Heizung.Klima“. Diese Platten lassen sich vor den bestehenden Fliesenspiegel setzen und beschleunigen die Renovierung. Außerdem gibt es dafür vielfältigere Gestaltungsoptionen, etwa mit fotorealistischen Drucken.

Auch für die Keramiken wie Waschbecken, Toilettenschüssel und Badewanne kommen neue Farben ins Spiel. Bei Villeroy & Boch ist die Toilette zum Beispiel türkis, und die Badewanne trägt ein kräftiges Rot. Die Firma Bette zeigt in der Trendausstellung der Messe eine Wanne in Pastellblau. Ergänzend dazu setzt Zehnder auf einen Heizkörper in Rosa. Auch die Badmöbel sind bei vielen Herstellern deutlich farbiger geworden. Die meisten Firmen setzen grundsätzlich auf dezentes Grau, Schwarz sowie Pastell- und Brauntöne.

Sogar Toiletten werden komplett in dunkle Töne getaucht. Viele Badewannen und Waschbecken sind mindestens außen, teils aber auch durchgängig schwarz. Selbst bei den Armaturen ist Schwarz ein großes Thema. Statt des üblichen Chroms finden sich auch goldene Wasserhähne. Zudem setzen rote, grüne und blaue Produkte Akzente. Sie lassen sich wie ein Accessoire austauschen.

Zunächst durch Creme, Grau und Braun, jetzt auch durch strahlende Farben für Toilette, Wanne und Waschbecken soll das traditionelle Badezimmer-Weiß ersetzt werden. Wer es dezenter mag, kann zu Pastelltönen greifen. Branchenkenner Dennis Jäger erwartet, dass der langsame Farbwechsel in den nächsten drei bis fünf Jahren abgeschlossen sein wird.

Auf die Frage, welche Farbe sich wohl am meisten durchsetzen wird, hat Trendforscher Frank A. Reinhardt eine klare Antwort: „Grau hat die Chance, das neue Weiß zu werden.“ Alle weiteren Farben werden die akzentuierenden Begleiter sein.

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