Woran erkennt man, ob Fenster sanierungs- bedürftig sind?

In vielen Fällen kann man bei einem Blick in den Zwischenraum der Scheiben eine Beschriftung mit dem Herstellungsdatum erkennen – ist dieses älter als 20 Jahre, ist der Wärmedämmwert oft nicht mehr zeitgemäß. Man sollte die Fenster zudem auf Funktionalität testen: Lässt es sich noch leicht öffnen und schließen? Im geöffneten Zustand kann man prüfen, ob die Beschläge korrodiert oder stark abgerieben sind. Wie gut ist das Fenster gepflegt? Sind die Oberflächen bei Holzfenstern noch in Ordnung oder zeigen sich Abblätterungen oder Risse in der Oberfläche? Sind bei Kunststofffenstern Verfärbungen zu erkennen?

Was ist generell bei alten Fenstern problematisch?

Die Montage ist nicht mehr zeitgemäß. Häufig besteht hier ein starker Mangel. Ist die Fuge zwischen Fenster und Mauerwerk nicht fachgerecht ausgeführt, ist das oft eine Ursache für Zugerscheinungen und schlechte Wärmedämmung, die unter Umständen zu Schimmelproblemen führen können. Wichtig ist eine Beratung beziehungsweise Begutachtung durch einen Fachfirma. So kann gemeinsam erarbeitet werden, ob eine Instandsetzung möglich ist oder ein kompletter Tausch notwendig wird. Wichtig ist eine fachgerechte Montage.

Man hört sehr oft, dass man im Altbau auf eine Dreifachverglasung verzichten sollte. Was ist dran an dieser Behauptung?

Ganz grundsätzlich stimmt diese Behauptung nicht. Selbstverständlich können auch Fenster mit einer höheren Wärmedämmung in älteren Gebäuden verbaut werden. Spielt man mit dem Gedanken, seine ältere Immobilie mit solchen Fenstern auszustatten, ist eine Beratung durch einen zertifizierten Energieberater zu empfehlen. Generell lässt sich sagen, dass die Fenster und die Verglasung auf die Energetik des Gebäudes abgestimmt werden sollten.

Welchen Baustoff würden Sie für die Rahmen empfehlen und wieso?

Jedes Fenstermaterial hat seine besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten. Fenster aus Kunststoff sind generell preisgünstiger als Modelle aus Holz. Im Denkmalschutzbereich kommt man aber an Letzterem nicht vorbei. Eine sehr interessante Materialkombination bieten auch Holz-Aluminium-Fenster: Hier wird die Außenseite des Fensters mit einer Alu-Deckschale bestmöglich geschützt und im Innenbereich erfährt man die Behaglichkeit und Wärme von Holz.

Welche Art der Verglasung eignet sich für welches Gebäude?

Ob nun eine klassische Zweifachverglasung mit guter Wärmedämmung oder hochwärmedämmende Dreifachverglasung eingesetzt werden können, hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Verglasungen können aber heute noch viel mehr. Zum Beispiel kann man verschiedene Schallschutz- oder Sonnenschutzgläser einsetzen lassen. Auch bei der Einbruchhemmung können beispielsweise Verbundsicherheitsgläser eine große Rolle spielen.

Was für Möglichkeiten gibt es bei der Einbruchhemmung außerdem?

Hier gibt es feine Abstufungen je nach Bedarf – angefangen beim abschließbaren Griff über die Ausgestaltung der Beschläge und der Verglasungen bis hin zu Fenstern und Türen, die einen geprüften Einbruchschutz mit Prüfzeugnis aufweisen. Mittlerweile ist die Einteilung von Fenstern in Widerstandsklassen (englisch Resistance Class, kurz RC), europaweit genormt. Für jede Widerstandklasse – zum Beispiel RC2 – gibt es Prüfverfahren mit Zertifizierung. Solche Zertifikate sollte man sich auch zeigen lassen. Hochwertige Fenster haben bereits in den Grundausstattungen eine bessere Sicherheit als so manches „billige Schnäppchen“ – etwa durch sogenannte Pilzkopfverriegelungen.


     www.ahlers-oldenburg.de 
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