Bad Zwischenahn Die Liebe zur Inneneinrichtung wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. „Ich bin in einem schönen Zuhause groß geworden, meine Mutter hat definitiv ein Händchen, was Dekoration angeht“, erinnert sich die heute 38-Jährige, mittlerweile selbst zweifache Mama. „Ich habe damals schon gern mein Kinderzimmer umgeräumt, Veränderungen ausprobiert – und das ist bis heute auch so geblieben.“ Ihr Hobby hat sie deshalb zum Beruf gemacht. Oder doch eher andersherum? Zur Erklärung: Britta Gadau ist seit fast 19 Jahren als Einrichterin tätig – vor knapp sieben Jahren hat sie ihre Internetpräsenz „Britta bloggt“ gestartet. Ganz nach dem Motto: Mal schauen, was passiert. Und es ist viel passiert.

„Ich hatte damals angefangen, in unserer Wohnung gewisse Dinge und Räume in Szene zu setzen und mit meiner neuen Spiegelreflexkamera festzuhalten“, erzählt die Bloggerin. „Und dann habe ich mich natürlich gefragt, was ich mit diesen Fotos anstellen soll.“ Die Antwort lautete: anderen Menschen inspirieren. Und genau das tut sie auf ihrem Blog und dem dazugehörigen Instagram-Kanal. Aus der Altbauwohnung ist mittlerweile eine Doppelhaushälfte geworden, aus einer Handvoll Follower 26.000. „Und das Feedback, das ich von ihnen bekomme, ist wirklich toll!“, schwärmt die 38-Jährige.

Das eigene Zuhause immer im Wandel

Idyllisch, postkartenmotivähnlich nicht weit von einem See – so wohnt Britta Gadau seit knapp fünf Jahren mit ihrem Verlobten und den beiden Kindern im Ammerland auf rund 120 Quadratmetern. In die Rot verklinkerte Doppelhaushälfte mit grünem Garten hat die Familie viel Energie gesteckt. „Wir haben unter anderem alle Böden neu verlegt, alle Wände gestrichen und die Treppe lackiert“, erzählt sie. Ein paar Monate nach dem Einzug kam dann noch ein Wanddurchbruch hinzu, der den heutigen Ess- und Wohnzimmerbereich entstehen ließ. „Den Dachboden haben wir zum Kinderzimmer umgebaut.“

Im Wandel befindet sich das Zuhause noch immer. Denn Britta Gadau räumt regelmäßig um, verstellt Möbel, bringt frischen Wind in die Räume mit jüngst erstandenen Accessoires – oder bringt kurzerhand vorhandene Elemente zu etwas Neuem zusammen. „Es sind kleine bis mittelgroße Veränderungen“, spezifiziert sie. So gut wie jede wird mit ihrer Kamera festgehalten und mit den Followern geteilt, die Brittas Ideen mit einem Like quittieren – und sie dann in ihrem eigenen Zuhause des Öfteren auch nachahmen. Sogar Magazine haben Britta Gadaus Ideen bereits aufgegriffen und ihren Lesern einen Einblick in das schön eingerichtete Zuhause der Bad Zwischenahnerin gegeben. Kooperationen mit namhaften Herstellern – zum Beispiel Tchibo, Cewe, EWE und Roombeez – gab es ebenfalls bereits.

Ein Traum in Pastell

Ihr Einrichtungskonzept beschreibt Britta Gadau so: „Unbunt, abgestimmt, schlicht und pastellig mit einem Hauch Vintage.“ Eines ist klar: Das kommt an – vielleicht auch, weil es von jedermann einfach umgesetzt werden kann. „Ich kaufe viele meiner Möbel bei Ikea“, erklärt die Bloggerin, „aber auch immer mal wieder Kleinmöbel in Holland.“ Sowieso sei sie sehr inspiriert vom niederländischen Einrichtungsstil. „Dort suche ich vor allem gern nach Accessoires“, ergänzt Britta Gadau. „Dazu halte ich Ausschau nach Fundstücken in Kleinanzeigen oder Antikläden.“ Aktuell ist das wichtigste Möbelstück ihr Sofa, gerade erst vor ein paar Monate beim schwedischen Möbelhaus erstanden. „Die Lösung, die wir uns geschaffen haben, macht mich glücklich. Auch, wenn ich zunächst Skrupel hatte, dass die doppelte Récamieren-Lösung zu groß für unser kleines Wohnzimmer sein könnte“, erzählt sie.

Um das perfekte Foto zu inszenieren, brauche sie mindestens eine bis zwei Stunden. Manchmal ginge sogar ein ganzer Tag drauf – je nachdem, wie groß die Veränderung eben sei, bzw. was für ein Produkt in Szene gesetzt werden soll. Mit Fotografie kennt sich Britta übrigens nicht wirklich gut aus. „Ich habe für mich ‚die eine Einstellung‘, gefunden mit der ich gut fahre“, sagt sie lachend. „Was ich dagegen ganz gut kann, ist, den richtigen Blickwinkel zu finden.“ Dem würden ihre Follower sicherlich zustimmen.

Deine lustigste Einrichtungspanne?

Eine zu spontane „Raufaser-Abriss-Aktion“ hat mich vor ein paar Monaten einige Nerven gekostet. Ich hatte den Aufwand unterschätzt, wieder nur an das „wie wird es wohl aussehen ohne Tapete“ gedacht und war dann zu voreilig an einem Mittwochmittag, als mein kleiner Sohn gerade schlief. Auch wenn ich an sich sehr flink und schnell sein kann: Ein Mittagsschlaf hat nicht ausgereicht, um die ganze Küche von der Tapete zu befreien. Daraus entstanden ist eine chaotische, tagelange Aktion. Konsequenz? Ich war zwar von mir selbst kurz genervt, bin mir aber sicher, dass mir so etwas in Zukunft wieder passieren kann. Dafür bin ich einfach zu ungeduldig und gespannt auf Veränderungen!

Brittas Einrichtungstipp 2020

Ich glaube, am Trend Trockenblumen kommt kaum einer in diesem Jahr vorbei. Dies lässt sich vor allem in Wohn- und Esszimmer super umsetzen.Außerdem sind ruhige, natürliche Farben in Form von Wandfarbe oder Accessoires absolut angesagt – und sicherlich auch in so einer hektischen Welt ganz angenehm. Also: Natur-Look im Jahr 2020!

(Diese Homestory erschien ursprünglich am 18. Februar in der NWZ-Beilage „Mein Zuhause“)

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.