NAIROBI /WASHINGTON Schon in 20 Jahren könnte der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, durch den Klimawandel seine charakteristische Gletscherkrone verlieren. Davor warnen Forscher in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („PNAS“; online vorab veröffentlicht). Das Team um Lonnie Thompson von der Ohio State University verfolgt seit langem den Rückgang der Gletscher an dem Berg in Tansania. Bereits in den vergangenen Jahren war das Eisfeld sichtlich geschrumpft. Die Wissenschaftler führen den Gletscherrückgang auf gestiegene Temperaturen, gesunkene Niederschläge und geringere Bewölkung in Tansania zurück.

Das Team um Thompson hatte Größe und Dichte des Gletschers sowohl mit direkten Messungen, als auch mit Hilfe von Luftaufnahmen untersucht. Schätzungen zufolge ist die Eismasse zwischen 1912 und 2007 um etwa 85 Prozent geschrumpft. In der jüngeren Zeit war der Schwund dabei besonders stark: Von 2000 bis 2007 schmolz der noch vorhandene Gletscher um mehr als ein Viertel (26 Prozent). Die Wissenschaftler warnen vor einer dramatischen Beschleunigung des Gletscherrückgangs. Sollte sich an den Klimabedingungen nichts ändern, könnte der Gletscher schon im Jahr 2022 bis 2033 verschwunden sein. Das Alter des Gletschers am Kilimandscharo wird auf 11 700 Jahre geschätzt.

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