DELMENHORST Der Förderung von Wissenschaft und Kultur im ehemaligen Land Oldenburg hat sich der Verband Oldenburgische Landschaft verschrieben. Im März ist der Oldenburger Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Thomas Kossendey (CDU) zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt worden. Kossendey tritt mit der Übernahme des Ehrenamtes in die Fußstapfen des Oldenburger Bankers Horst-Günter Lucke, der dem Landschaftsverband 21 Jahre lang vorstand. Am Donnerstag unternahm Kossendey gemeinsam mit Landschafts-Geschäftsführer Dr. Michael Brandt seinen Antrittsbesuch beim Delmenhorster Oberbürgermeister Patrick de La Lanne. Teilnehmer waren überdies die CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz und die für die städtische Kultur zuständige Stadträtin Barbara Bartels-Leipold, Mitglied im Vorstand des Verbandes.

Die Oldenburgische Landschaft fördert Kultur- und Wissenschaftsprojekte mit Geldbeträgen, die sich im Bereich von 500 Euro bis hin zu fünfstelligen Beträgen bewegen können, vermittelt Kontakte zu anderen Geldgebern und öffnet Türen. Finanziert wird der Verband durch eine Umlage. Die Stadt Delmenhorst zahlt 50 Cent pro Einwohner in die Verbandskasse.

„Ich will auch die jungen Leute für die Arbeit der Oldenburgischen Landschaft begeistern und die Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Institutionen intensivieren“, sagte der neue Präsident zu den Zielen, die er sich in seiner Amtszeit gesteckt hat. Eine lebhafte Erinnerung hat Kossendey an seinen schon einige Jahre zurückliegenden ersten Berührungspunkt mit Delmenhorster Kultur: „Ich war 15, da war ich zum ersten Mal im Haus Coburg. Die Ausstellung hieß ,Eros und Kunst‘. Den Katalog hab’ ich mitgenommen.“

Die Städtische Galerie und das Industriemuseum sind für Landschafts-Geschäftsführer Michael Brandt „zwei große Dampfer“ im Kulturbetrieb des Oldenburger Landes. Die Delmenhorster Galerie sorge mit ihren Ausstellungen mitunter bundesweit für Aufmerksamkeit, das Industriemuseum sei hinsichtlich seiner Thematik und der Konzeptionen seiner Dauerausstellung und der Sonderausstellungen einzigartig im eher agrarisch strukturierten Nordwesten. Auch Mikroprojekte haben in Delmenhorst schon Fördergelder bekommen. So habe der Heimatverein Unterstützung für ein Plattdeutsch-Projekt erhalten, berichtete Annette Schwarz.

Stadträtin Barbara Bartels-Leipold erzählte am Rande, dass ein Kossendey-Interview sie zu dem Thema ihrer Doktorarbeit geführt habe. Die erst vor wenigen Tagen abgeschlossene Dissertation befasst sich mit den Möglichkeiten der strafrechtlichen Verfolgung von Piraterie.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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