DELMENHORST Die Fotografie, und auch die Biografie von Fotografen, ist im Wandel begriffen. Auch davon zeugt eine Ausstellung, die am Sonntagvormittag in der Nadelsetzerei des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur auf der Nordwolle in Delmenhorst eröffnet wurde. 38 freiberufliche Fotografen aus dem Nordwesten, die sich in dem Internet-Netzwerk „Nordaufnahme“ zusammengeschlossen haben, zeigen in der Ausstellung „nördlich örtlich“ Ausschnitte ihres Schaffens. Unterschiedliche Motive, Sichtweisen und Techniken lassen die Ausstellung mit 70 Bildern zum Kaleidoskop von Land und Leuten werden, wie Arnold Eckardt, Fachbereichsleiter für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur der Stadt Delmenhorst, bei der Eröffnung vor rund 60 Gästen sagte. Zuvor war die Ausstellung in Emden und Oldenburg mit anderer Bildauswahl gezeigt worden.

Dass die Fotografie auch im „rückständigen“ Nordwesten eine lange Tradition besitzt, darüber berichtete im Anschluss Fotograf und Organisator Rüdiger Lubricht. Der Fotograf und Ausstellungs-Mitorganisator Frank Pusch berichtete von den beruflichen Herausforderungen, mitunter auch Verwerfungen, die die Etablierung der digitalen Technik für Fotografen mit sich brachte, die im Journalismus tätig waren und plötzlich feststellen mussten, dass sie nicht mehr gebraucht wurden. Zu sehen sind auch Bilder der ehemaligen NWZ-Fotografen Peter Kreier und Andreas Burmann.

„Warum Fotografie in einem Museum für Industriegeschichte und Kultur?“, fragte der stellvertretende Museumsleiter Hans-Hermann Precht. Nicht ohne die Antwort schuldig zu bleiben: „Die Fotografie ist ein eigenartiger Zwitter, zwischen Handwerk, Industrie und Kunst.“ Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung vom Saxophon-Quartett der Musikschule.

Im Museum zeigt die Fotografie ihre ganze Stärke. Hier zeigt sich die Kraft des eingefrorenen Moments. So haben die Museumsbesucher die Möglichkeit, den Raum zu betreten, sich eine Übersicht zu verschaffen und sich den einzelnen Werken zu nähern. Genau hinzuschauen und wieder zurückzutreten. Vorbeizugehen und wieder zurückzukommen. Noch bis zum 28. März lädt die Ausstellung zum Besuch ein.

Mehr Infos unter www.nordaufnahme.de

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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