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Bremerhaven An politischen Absichtserklärungen mangelte es in den vergangenen Jahren nicht: Dass das Forschungsschiff „Polarstern“ aus Altersgründen durch einen Neubau ersetzt werden muss – darüber ist man sich in Berlin parteiübergreifend einig. Zuletzt war SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil vor einiger Zeit zu Besuch auf der Lloyd Werft, wo die fertigen Pläne für eine neue „Polarstern 2“ fertig in der Schublade liegen. Doch eine konkrete Entscheidung gefallen ist bisher nicht.

Zu viel Zeit vergangen

Deswegen hat Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) jetzt ein weiteres Gespräch mit der Geschäftsführung der Lloyd Werft geführt. Grantz ist der Auffassung, dass schon viel zu viel Zeit verstrichen ist und nun eine Entscheidung her muss.

Für den Oberbürgermeister ist es völlig unverständlich, dass ein derart gewichtiges, eindeutig im nationalen Interesse stehendes Projekt unter Verweis auf wettbewerbsrechtliche Gründe der Europäischen Union (EU) nicht entschieden wird.

Endlich Auftrag erteilen

„Für die Lloyd Werft und die mit ihr verbundenen Werften in Mecklenburg-Vorpommern wäre es gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, von überragender Bedeutung, endlich den Auftrag durch das Bundesforschungsministerium zu bekommen. Das würde nicht nur die Arbeit für die nächsten Jahre sichern, sondern auch für die zukünftige Klimaforschung der Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Zeichen setzen“, unterstrich Grantz.

Kritik an Ministerin

Dabei verweist der Oberbürgermeister auf andere EU-Länder. Sie würden zeigen, dass Projekte von überragendem nationalem Interesse wie der Neubau eines Polarforschungsschiffes im eigenen Land umgesetzt werden können. Kritik übte Grantz in diesem Zusammenhang an Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Sie solle sich über die Bedenken ihrer Bürokratie hinwegsetzen und den Bau der „Polarstern 2“ per Ministerentscheidung durchsetzen. Mehrere Landeschefs seien ganz ähnlicher Meinung.

Heiner Otto Korrespondent / Redaktion Bremerhaven
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