DELMENHORST Es soll zunächst keine weiteren Einsparungen in der Erwachsenenbildung geben. Das erklärt Lutz Stratmann.

Von Mechthild Voigt DELMENHORST - Stark unter dem Eindruck der in den vergangenen Jahren stetig gekürzten finanziellen Zuschüsse für die Arbeit der Volkshochschule (VHS) stand gestern die Feier zum 60. Geburtstag der Einrichtung in Delmenhorst. Umso erfreuter zeigte sich VHS-Geschäftsführer Claus Hübscher über ein „Geschenk“, das der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (CDU), mitgebracht hatte. „Es wird in absehbarer Zeit keine weiteren Einsparungen im Erwachsenenbildungsbereich geben“, sicherte Stratmann zu.

Gleichzeitig forderte er in einer Zeit steter Veränderungen und nicht mehr überschaubarer Anzahl von Bildungswegen und -orten auf dem Bildungssektor eine stärkere Vernetzung der Einrichtungen. Ein „individuelles Bildungsnavigationssystem“ sei unabdingbar geworden.

Die VHS Delmenhorst verstehe sich schon jetzt als kommunales Netzwerk, versicherte Hübscher. Er bat den Minister, sich in Hannover dafür stark zu machen, dass „mittelständische Einrichtungen“, zu denen er die VHS in der kreisfreien Stadt Delmenhorst zähle, bei der Vergabe von Fördermitteln künftig nicht auf eine Stufe mit andern Großstädten wie beispielsweise Hannover gestellt werden und dadurch weniger Geld bekommen. Durch die geänderte Gesetzgebung sind die Landeszuschüsse zuletzt von 32 000 auf 29 000 Euro gestrichen worden.

Bürgermeisterin Swantje Hartmann (SPD), die ab November auch wieder im Landtag vertreten ist, überbrachte die Glückwünsche der Stadt und sicherte Stratmann zu, die örtliche VHS unterstütze ihn tatkräftig bei Etatberatungen, in denen es um die Sicherung der Mittel für die Volkshochschulen geht.

Die Referenten erinnerten vor den rund 300 geladenen Gästen im Lichthof an die Anfangsjahre der VHS, die unter dem Namen „Volksbildungswerk“ startete. Hübscher begrüßte mit Günter Schwengsbier, Herbert Lemke und Günther Maischak drei „Männer der ersten Stunde“. Die Stadt habe diese Bildungsarbeit während der 60 Jahre immer als kommunale Daseinsvorsorge begriffen und entsprechend gefördert, betonte Hartmann.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte während der Feierstunde Christoph Matysiak mit Piano-Jazz der letzten Jahrzehnte. Besinnliche und heiter-satirische Gedanken verlas abschließend der Preisträger des ARD-Medienpreises 2006, Osman Engin, aus seinem Buch „West-östliches Sofa“.

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