Wolfsburg /Emden In der Diskussion um den Umbau des VW-Konzerns hat Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess Rückendeckung von der Familie Porsche/Piëch als größtem Anteilseigner erhalten. „Unsere Unterstützung hat er“, sagte Aufsichtsrat Hans-Michel Piëch der „Bild“-Zeitung. „Er steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Dafür braucht er Kraft, aber auch Unterstützung von allen im Konzern.“

Volkswagen investiert Milliarden in die E-Mobilität – auch im Werk Emden – und setzt dabei vor allem auf reine Elektroantriebe der ID-Fahrzeugfamilie. Daneben werden Hybridmodelle angeboten, die Brennstoffzelle ist derzeit noch kein größeres Thema. Laut einer internen Präsentation rechnet der Konzern damit, dass Autos auf Basis des Modularen Elektrobaukastens (MEB) in den nächsten Jahren für die Nutzer deutlich erschwinglicher werden können – auch wegen der mit dem MEB verbundenen Größenvorteile in der Gesamt-Produktion der Konzernmarken.

Der aktuell im Werk Zwickau anlaufende ID.3 soll – die Kaufprämie inklusive – demnach nur noch knapp über den Aufwendungen für einen Golf-Diesel liegen. In der zweiten Generation des MEB sollen die Kosten dann schon unter denen eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor rangieren. Parallel will VW bis 2025 aber auch den Anteil von SUVs an den Verkäufen steigern.

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Wolfgang Porsche betonte: „Wenn auch Herr Diess von vielen Seiten kritisiert wird, er ginge ein wahnsinniges Risiko ein: Es gibt heute keine Alternative zu dem Weg, den er und der Volkswagen-Vorstand eingeschlagen haben.“

Diess will vor allem ausschließliche Elektroantriebe massentauglich machen. Bis 2025 strebt der Konzern drei Millionen verkaufte E-Autos an, ihr Anteil an allen Auslieferungen soll bis dahin von rund einem Prozent (2019) auf über 20 Prozent zunehmen.

Porsche kritisierte die EU-Vorgabe, spätestens 2021 im Schnitt einen Ausstoß von 95 Gramm CO2 je gefahrenen Kilometer bei neu verkauften Autos einzuhalten: Um dies zu erreichen müsse man „auch eine große Zahl an Kunden finden, die die E-Autos kaufen.“ Die Familien Porsche und Piëch halten über die Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE mehr als 52 Prozent an VW.

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