Wilhelmshaven Rund 40.000 Qua­dratmeter Fläche, mehr als 500 neue Arbeitsplätze, eine Bauzeit von neun Monaten, vier Hallenkomplexe und ein Investitionsvolumen im zweistelligen Millionenbereich – das sind die Eckdaten zum neuen VW-Logistikzen­trum am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Am Mittwochmorgen wurde das Areal vom Betreiber Imperial Logistics offiziell eröffnet.

Bilderstrecke von der Eröffnung:

Der Logistikdienstleister steuert den Versand von Teilen und Komponenten zu den Werken des Autoherstellers in Übersee. Rund 7000 unterschiedliche Teile der Marken Audi, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge laufen aus Werken in ganz Europa in Wilhelmshaven zusammen, werden gelagert, kommissioniert, verpackt und versandfertig gemacht. Das Ziel sind 30 Fahrzeug- und Aggregate bauende Werke in den USA, in Mexiko, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Algerien, Südafrika, China, Indien, Malaysia und Indonesien. Pro Jahr sollen nach Angaben von Imperial Logistics voraussichtlich mehr als 22.000 TEU (Standardcontainer) aus dem Verpackungszentrum versendet werden.

Neben Wilhelmshaven unterstützt Imperial Logistics den VW-Konzern an zehn weiteren Standorten in Deutschland, Polen, Ungarn und Südafrika mit insgesamt 3600 Mitarbeitern.

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Rund 200 Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft nahmen an der Eröffnung teil, die Landespolitiker ließen sich aufgrund einer Plenarsitzung entschuldigen. „Mit der Integration des Verpackungszentrums in Wilhelmshaven haben wir unser Versorgungsnetzwerk optimiert und senken damit die Logistikkosten für die Versorgung der Werke in Übersee“, sagte Astrid Lühring, Mitglied der Geschäftsführung Volkswagen Konzernlogistik.

Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik, sagte: „Die Entscheidung für den Standort Wilhelmshaven ist für den VW-Konzern von strategischer Bedeutung“, denn der Jade-Weser-Port ist der einzige Tiefwasserhafen Deutschlands, weshalb der Teiletransport mit den größten Schiffen der Welt möglich sei.

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Andreas Bullwinkel von der Jade-Weser-Port-Marketing sprach „von einem Meilenstein“. Der Betrieb werde nun langsam anlaufen. Mithilfe sogenannter Packlinien soll eine schnelle Versorgung gewährleistet werden. Dank moderner Softwarelösungen sei jederzeit einsehbar, welche Waren sich gerade wo befinden, erklärte Beatrice Liedtke, Site Manager von Imperial Logistics International im Jade-Weser-Port.

Im Logistikzentrum sei alles genau organisiert. „Die Lkw kommen am Gatehouse an. Dort wird überprüft, ob es der richtige Lkw ist und ob das Zeitfenster passt. Anschließend fährt er zum Wareneingang, wo unter anderem die Sicherung der Ladung kon­trolliert wird.“ Die witterungsgeschützte Kalthalle, in der die Lkw auf die Entladung warten, ist 360 Meter lang. Das entspricht in etwa der Länge eines Containerschiffs.

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Gebaut wurde das Logistikzentrum direkt am Tiefwasserhafen auf einem rund 100.000 Quadratmeter großen Grundstück. Baustart war im Juni 2018. Für das Projekt verantwortlich zeichnete der private Investor Panattoni, Projektentwickler von Industrie- und Logistikimmobilien.

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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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