Wesermarsch Die Betriebe sollen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent sowohl im Innen- als auch im Außenbereich starten können. Als ein positives Signal wertet Anja Wiechmann die geplanten Lockerungen. „Wir freuen uns, dass es wieder los geht“, sagte die Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbandes Wesermarsch auf NWZ-Nachfrage. An diesem Mittwoch soll der Plan für Niedersachsen nach den Bund-Länder-Beratungen beschlossen werden. „Das Ergebnis müssen wir abwarten“, merkte Anja Wiechmann an. Sie betreibt in Brake Wiechmanns Weserhotel. Dass die Hotels in Niedersachsen dem Plan zufolge am 25. Mai wieder öffnen können, bezeichnete sie als weitere gute Nachricht.

Von „großer Erleichterung“ spricht Udo Venema angesichts der geplanten Lockerungen. Udo Venema betreibt einen Gaststätten- und Hotelkomplex in Abbehausen. Er musste wegen der Corona-Pandemie etliche Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. „Viel länger hätten wir die Zwangspause nicht durchgehalten“, sagt der Gastronom. Am kommenden Montag will er das Butjadinger Tor wieder öffnen. Bis dahin müssen aber noch viele Details geklärt werden. Udo Venema rechnet damit, dass es mit der Wiedereröffnung des Brauhauses noch bis August dauert. Grund dafür sind aber keine Corona-Einschränkungen, sondern ein Wasserschaden.

Auch Rüdiger Gallasch freut sich. Er betreibt das Hotel am Markt in Nordenham mit Restaurant und Bistro. Auch seine Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. „Aber ich brauche sie nur anzupiepen, dann sind sie da“, sagt er. Trotz aller Freude ist er überzeugt, dass die Gastronomen den entstandenen Schaden bis ins nächste Jahr nicht wieder aufholen können. „Auch wenn wir jetzt mit 50 Prozent wieder starten. Das ist nicht der Umsatz, den wir sonst hätten“, sagt er. Der Buchungskalender im Hotel ist leer. „Es muss jetzt erst mal wieder anlaufen“, sagt er.

„Wir sind guter Dinge und freuen uns auf die sozialen Kontakte mit unseren Gästen“, sagt Reinhard Evers, Inhaber des Hofs Iggewarden in Butjadingen. Zunächst wird der Betrieb allerdings anders als gewohnt laufen. Ein Prinzip, das sich in den vergangenen Wochen beim Außer-Haus-Verkauf bewährt hat, wird Reinhard Evers vorerst fortsetzen, um seinen Gästen und den Mitarbeitern einen maximalen Schutz zu bieten: Speisen und Getränke werden nicht am Tisch serviert, sondern die Gäste können sie sich an einem „Schalter“ abholen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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