Göttingen /Hannover /Oldenburg Die Suche nach einer Wohnung belastet viele Studienanfänger in Niedersachsen in den ersten Wochen des Wintersemesters. Besonders in Göttingen und Hannover ist die Situation sehr angespannt, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Dies hat unter anderem mit der gestiegenen Zahl von Erstsemestern an Niedersachsens größten Hochschulstandorten zu tun.

Noch bis Ende November bietet das Göttinger Studentenwerk Wohnungssuchenden daher eine besondere Hilfe: Für fünf Euro pro Nacht können sie in einem Hotel in der Nähe des Uni-Nordcampus übernachten.

Die 4458 Wohnplätze des Studentenwerks in 41 Wohnheimen seien restlos belegt, sagte die Sprecherin des Göttinger Studentenwerks, Anett Reyer-Günther. Auf der Warteliste stehen mehr als 2600 Studenten. Zum laufenden Wintersemester sind an der Georg-August-Universität rund 30 600 Studenten immatrikuliert, mehr als je zuvor in den vergangenen 20 Jahren. Allein 4600 Erstsemester waren oder sind auf der Suche nach Wohnungen.

In der niedersächsischen Landeshauptstadt erhielten 863 Studienanfänger einen Platz in einem Wohnheim in Hannover, mehr als zweieinhalb Mal so viele gingen leer aus. 1762 Studenten stehen noch auf der Warteliste. An den hannoverschen Hochschulen haben sich zum Wintersemester rund 7550 Studenten neu eingeschrieben, gut 640 mehr als im Vorjahr.

Die Landesregierung müsse den Bau von Studentenwohnungen nach dem Vorbild Bayerns fördern, forderte Geschäftsführer des Studienwerks Hannover, Eberhard Hoffmann. In Hannover seien nur 6,1 Prozent der Studenten in Wohnheimen untergebracht. Dem hält das Wissenschaftsministerium entgegen, dass Niedersachsen mit einer landesweiten Unterbringungsquote von 9,9 Prozent besser dasteht als zum Beispiel Hessen oder Nordrhein-Westfalen.

Tatsächlich ist die Situation nicht überall so angespannt wie in Hannover und Göttingen. Beim Studentenwerk Oldenburg gab es keine verzweifelten Anrufe von Studenten in Not. „Wir haben weniger Probleme als im letzten Wintersemester“, sagte Pressesprecherin Lena Habermann. Die neun Wohnheime mit 1429 Plätzen seien ausgebucht, rund 400 Studenten standen Mitte Oktober noch auf der Warteliste. Allerdings sei anzunehmen, dass viele sich auch um andere Wohnungen beworben haben. „Offensichtlich ist es so, dass der private Wohnungsmarkt genug her gibt“, sagte Habermann.

Dagegen gestaltet sich die Wohnungssuche in Bremen schwierig. Auf der Warteliste für Wohnheime des Studentenwerks stehen rund 1000 Namen, sagte Pressesprecherin Jana Brüning. „Es ist nicht leicht, hier eine Wohnung zu bekommen, aber es muss auch keiner auf der Straße schlafen.“ Das Studentenwerk bietet in Bremen 1922 Wohnheimplätze an.

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