OLDENBURG Sie bekommen nur wenig Geld – machen aber unbezahlbare Erfahrungen für ihr eigenes berufliches Fortkommen und profitieren für das ganze Leben von ihrem Einsatz. Julian Knust (20), Christina Arnkens (21) und Annalena Kock (21) sind freiwillig in unterschiedlichen Oldenburger Einrichtungen tätig, erhalten dafür monatlich knapp 400 Euro an Taschen- und Verpflegungsgeld, sind aber rundum mit ihrer Entscheidung zufrieden, sich für ein Jahr in den Dienst einer guten Sache zu stellen.

Im Gespräch mit Journalisten ziehen sie eine durchweg positive Bilanz. Julian Knust: „Der Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen war zunächst nicht einfach. Aber am Ende hat es sich total gelohnt.“ Offener und selbstständiger sei er geworden, sagt der künftige Lehramtsstudent – und auch Christina Arnkens und Annalena Kock unterstreichen, dass ihr freiwilliger Einsatz sie bestärkt habe, später in einen sozialen Beruf zu gehen.

Im Diakonischen Werk läuft derzeit das Auswahlverfahren für den nächsten Freiwilligenjahrgang. Dabei werden dort keine Unterschiede zwischen Bewerbern für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundesfreiwilligendienst (BFD) gemacht. Beides ist bei der Diakonie möglich, erläutern der Referent für Freiwilligendienste, Theo Lampe, und Fenny Lambers, pädagogische Leiterin der Freiwilligendienste. Die abrechnungstechnischen Unterschiede seien für die Beteiligten nicht spürbar.

Für das kommende Jahr gibt es derzeit knapp 400 Bewerbungen für 180 bis 190 Plätze, berichten die Diakoniemitarbeiter und ergänzen, dass junge Männer noch zu zurückhaltend seien. Lampe: „Dabei bieten wir den jungen Männern etwas Einzigartiges, wenn wir ihnen die Möglichkeit bieten, sich ein Jahr für sich selbst zu gönnen.“

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Das sei zwar gegen einen gewissen Trend zur Oberflächlichkeit, „doch später lebt man regelrecht aus dem, was man im Freiwilligendienst gelernt und erfahren hat.“ Fenny Lambers wünscht sich ebenfalls mehr junge Männer für den freiwilligen Einsatz: „Es wäre ein Verlust für beide Seiten, wenn die Männer wegblieben.“

 @ Mehr Infos unter http://www.freiwilligendienste-ol.de

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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