Weener Die neue Emsfähre in der Nähe der zerstörten Friesenbrücke im ostfriesischen Weener kommt nur schwer in Gang. Die kleine Personenfähre soll als Ersatz für die unterbrochene Emsquerung dienen und bis zu acht Passagiere mit Fahrrädern über den Fluss bringen. Samstag war eigentlich der offizielle Probebetrieb mit ersten Passagieren an Bord geplant, doch die müssen noch warten. Der Landkreis Leer pocht zunächst auf eine Zuwegung zum Fähranleger in Weener, die 200 Meter lange Strecke muss erst noch gebaut werden.

Der Testbetrieb ohne Passagiere begann dennoch an diesem Wochenende, so ein Sprecher der Papenburger Meyer Werft. Das Unternehmen und die Reederei Schulte und Bruns sind verantwortlich für das Schiff und die beiden Anleger, den Fährbetrieb selbst organisiert die neue Schiffsgesellschaft „Friesenbrücke“. Deren Geschäftsführer Eberhard Lüpkes kann derzeit noch keine Termine für den Probelauf mit Passagieren und die offizielle Eröffnung des regulären Fährbetrieb benennen. Vorerst könnten daher zunächst nur An- und Ablegemanöver geübt werden.

Die „Friesenfähre“ soll die im Dezember 2015 bei einer Schiffskollision zum großen Teil zerstörte Friesenbrücke bis zum Neubau in sechs Jahren provisorisch ersetzen. Seit der Zerstörung ist der Bahnverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden in der Region unterbrochen. Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Umwege machen.

Der Brücken-Neubau selbst wird frühestens im Jahr 2024 abgeschlossen sein und mindestens 66 Millionen Euro kosten.

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