Utrecht /Im Nordwesten In der Nähe von Utrecht (Niederlande) wurden sechs tote Höckerschwäne gefunden. Zwei wurden untersucht und positiv auf H5N8 getestet. Jetzt warnen die Veterinärämter im Nordwesten vor der Geflügelpest und fordern zur Einhaltung der Hygieneanforderungen auf.

Höckerschwäne sind keine Wandervögel. Deshalb muss das Virus über andere Vögel in die Niederlande gelangt sein. Die Universität Wageningen geht davon aus, dass das Virus lokal unter Wildvögeln in den Niederlanden zirkuliert. Nach dem Virusnachweis wurde in den Niederlanden ein landesweites Aufstallungsgebot für kommerzielle Geflügelhaltungen erlassen.

Das Cloppenburger Veterinäramt (das größte Deutschlands) hat dazu aufgerufen, die Biosicherheit in den Geflügelbetrieben zu überprüfen und die Überwachung toter oder kranker Wildvögel zu intensivieren. Das Friedrich- Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems stuft das Risiko eines Eintrags der Vogelgrippe im Laufe dieses Herbstes oder Winters als hoch ein. Das hochansteckende Influenza A-Virus des Subtyps H5N8 wurde demnach seit Juli bei Wildvögeln am südlichen Rand des westsibirischen Tieflandes beobachtet. Die Region ist ein Rastgebiet für Wasservögel und liegt auf der Zugroute von verschiedenen Entenarten, Blessgänsen und Singschwänen im Oktober und November nach Europa.

Vor vier Jahren gab es zahlreiche Virusfälle im nördlichen Teil des Kreises Cloppenburg und im südlichen Teil des Kreises Oldenburg.

Ungefähr 800 000 Tiere – vor allem Puten – mussten damals gekeult werden. „Garrel ist damit fast putenfrei gekeult worden“, erinnern sich Putenmäster.

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