GRONINGEN Der Auricher Grünen-Bundestagsabgeordnete Thilo Hoppe hat nach eigenen Angaben „mit Entsetzen“ auf die Entscheidung der Provinz Groningen reagiert, dem Energiekonzern RWE für den Bau eines Kohlekraftwerkes auf der niederländischen Seite erneut grünes Licht zu geben. „In Rio wird zur Zeit auf dem Weltnachhaltigkeitsgipfel über größere Anstrengungen zum Klimaschutz diskutiert, und uns soll ein gigantisches Kohlekraftwerk vor die Nase gesetzt werden, das die Abgase einer Millionenstadt produziert“, so der Grünen-Politiker. Hoppe unterstützt demnach die Aktionen von Greenpeace und den Bürgerinitiativen, die sich in Borkum und auf beiden Seiten der Ems gebildet haben. Gleichzeitig fordert er die ostfriesischen Kommunen dazu auf, dem Beispiel der Gemeinde Krummhörn zu folgen und so schnell und so deutlich wie möglich Einwände gegen die erneute Genehmigung einzulegen.

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Mit dem Bau des 2,9 Milliarden Euro teuren Kraftwerks – es wird das größte der Niederlande – war bereits im Jahr 2009 begonnen worden. 2011 hatte das höchste niederländische Gericht eine Naturschutzgenehmigung gekippt. RWE besserte nach Angaben der Provinz Groningen nach – und die Provinz erteilte die Genehmigung jetzt erneut. An dem Kraftwerk kann also weitergebaut werden.

Die geplante „gigantische Dreckschleuder“ auf der niederländischen Seite der Ems sei die zur Zeit „größte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in Ostfriesland sowie für unsere Landwirtschaft und den Tourismus“, meint Hoppe. Er sei enttäuscht, dass sich bisher weder der Auricher Kreistag noch der Regionalrat Ostfriesland gegen das Projekt gewehrt hätten. Anträge der Grünen seien in beiden Gremien abgeschmettert worden.

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