HANNOVER Die „IdeenExpo“ wirft ihre Schatten voraus. Noch sieben Monate sind es, bis die große Technikschau auf dem Messegelände in Hannover beginnt. Doch die Veranstalter rühren bereits kräftig die Werbetrommel. Bereits 25 Schulklassen sollen sich angemeldet haben. Der geplante Etat für die Großveranstaltung von rund zehn Millionen Euro ist allerdings noch nicht in trockenen Tüchern.

Die „IdeenExpo“ solle den Forschergeist junger Leute entfachen und so auch den massiven Fachkräftemangel der Wirtschaft lindern, sagte Ministerpräsident David McAllister bei der Vorstellung des Programms am Donnerstag in Hannover. „Spaß und Bildung schließen sich keineswegs aus.“ McAllister betonte, dass es nötiger denn je sei, beim Nachwuchs das Interesse an Naturwissenschaften und Mathematik zu wecken. „Forschung ist mehr als das auswendig lernen von Formeln.“

Die Ausstellung solle nicht nur neugierig machen, sondern konkrete Job-Perspektiven bieten, sagte Niedersachsenmetall-Chef Volker Schmidt. Er will den Fokus in diesem Jahr vor allem auf den weiblichen Nachwuchs richten. „Da gibt es ein Riesenpotenzial, das wir noch nicht ausgeschöpft haben“, sagte Schmidt. Niedersachsenmetall gehört zu den Ausstellern und Sponsoren der Veranstaltung.

Vom 27. August bis zum 4. September können Schüler und Studenten auf dem Messegelände in die Welt der Technik eintauchen und Tuchfühlung zu künftigen Praktikums- und Arbeitgebern aufnehmen. Zur Eröffnungsfeier kommt auch Bundespräsident Christian Wulff.

Weitere Aussteller und Sponsoren sind unter anderem Volkswagen, Siemens, ExxonMobil und die Salzgitter AG. Die „IdeenExpo“ findet in einem Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Zuletzt besuchten im September 2009 rund 283 000 Gäste die fünf Themenwelten der Ausstellung.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Zuschuss des Landes beläuft sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Zwei Millionen Euro kommen von der EU, insgesamt rund 1,8 Millionen bringt Niedersachsenmetall auf. „Die Finanzierung steht noch nicht ganz“, räumte Schmidt ein. Man mache sich aber jetzt noch keine Sorgen darüber. Nach 2007 und 2009 ist es die dritte „IdeenExpo“ in Hannover.

VW hofft auf viele Begegnungen mit angehenden Azubis und Ingenieuren, die Präsentation des neuen Ein-Liter-Autos XL1 soll Appetit auf Forschung und Entwicklung machen. „Wir brauchen junge Leute und gute Ideen“, sagte der Leiter der Auto-Uni von VW, Peter Tropschuh. Salzgitter-Personalvorstand Peter-Jürgen Schneider erklärte, für sein Unternehmen stehe das Sponsoring der „IdeenExpo“ klar im Zeichen der eigenen Aus- und Weiterbildung. Der Leiter der Siemens-Niederlassung in Hannover, Ulrich Förster, setzt auf die Themen Elektromobilität, Energie- und Medizintechnik. Bei einem „Science Slam“ stellen junge Forscher außerdem ihre Ergebnisse in Kurzreferaten vor. ARD-Wissenschaftsmoderator Ranga Yogeshwar wird durch einen Teil des Messeprogramms führen.

Marco Seng Redakteur / Reportage-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.