Oldenburg Die geplante 380-kV-Stromtrasse könnte ganze Kirchdörfer im Landkreis Cloppenburg zerschneiden, Grundstücke entwerten, die Gesundheit der Bewohner in der Nähe gefährden. Diese Befürchtungen haben am Mittwoch mehr als 60 Vertreter von Bürgerinitiativen und Gemeinden gegenüber Franz-Josef Sickelmann, Landesbeauftragter beim Amt für regionale Landesentwicklung, deutlich gemacht. Mit einem Kippanhänger luden sie öffentlichkeitswirksam symbolisch Pakete vor dem Amt ab.

Sickelmann wurden mehr als 4000 Einwände übergeben. Norbert Budde, Vorsitzender des Bürgervereins in Beverbruch und Mitglied in der BI „Landkreis Cloppenburg unter Spannung“, übergab Sickelmann zudem eine Chronik von Beverbruch mit dem Hinweis, sollte die Starkstromtrasse als Freileitung wie geplant gebaut werden, werde es eine weitere Chronik nicht geben. Dann gebe es keine Geschichte in Beverbruch mehr. Budde wie auch Rolf Fahrenholz, Sprecher der BI „Landkreis Cloppenburg unter Spannung“, zeigten sich erfreut über die hohe Anzahl an Einwänden, zumal weitere bereits postalisch nach Oldenburg geschickt worden waren.

Neben Vertretern der BIs waren auch die Bürgermeister Andreas Bartels aus Garrel und Marcus Brinkmann aus Cappeln zur Übergabe persönlich erschienen. Brinkmann bezog sich gegenüber Sickelmann auf Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bei einem Wahlkampfauftritt in Cloppenburg ein transparentes Verfahren versprochen hatte. Dass das bislang nicht der Fall sei, zeige die große Zahl an Einwänden, kritisierte Brinkmann das Verfahren durch den Netzbetreiber Tennet. Sein Appell: die Einwände ernst zu nehmen.

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Alwin Meyer (Cloppenburg) von der Bürgerinitiative „Nein zur 380 000 Volt Oberlandstromtrasse“ regte an, dass die hiesigen Abgeordneten eine Sternfahrt nach Berlin unternehmen sollten.

Sickelmann betonte, dass das Amt als Landesbehörde die Beschlüsse der Bundesregierung umzusetzen habe. „Zu wenig“ für Bürgermeister Andreas Bartels. Er erhoffe sich Unterstützung von Seiten des Landesamtes, damit die „Ziele der Raumordnung“ eingehalten würden, so Bartels.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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