Betrifft: „Stadt kassiert schneller als Polizei“ (NWZ vom 14. August) und „Blitzen soll die Stadtkasse füllen“ (NWZ vom 16. August)

Alles 30 – oder was? Irgendwie scheint bei manchen Autofahrern das Zahlenverständnis durcheinander geraten zu sein, oder hat die Zahl 30 neuerdings eine Wertigkeit bis 44? Kein Fahrer kann sich beklagen, wenn er – egal ob an Unfallschwerpunkten oder Kindergärten – in einer Tempo 30-Zone zu schnell fährt und aus diesem durchaus berechtigten Anlass geblitzt wird. Vielmehr sollte er sein Verkehrsverhalten an die geltenden Regeln anpassen.

(...) Dass die Stadt offenbar erhebliche Einnahmen damit erzielen kann, dass sie ihre Blitzgeräte auch an eher untypischen Standorten aufstellt – so niederträchtig das dem einen oder anderen Autofahrer auch erscheinen mag – zeigt doch, wie notwendig ein solches Vorgehen (...) ist. Wegen uns kann an jeder Straße ein Blitzgerät stehen. (...)

Volker Rowold

Oldenburg

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Wir können es nicht mehr lesen, von wegen Abzocke! Es gibt vorgeschriebene Geschwindigkeiten und wenn wir uns nicht danach richten, riskieren wir es, zahlen zu müssen. Dann müssen wir auch nicht jammern! Nach unseren Beobachtungen wird sehr häufig zu schnell gefahren – aus Unwissenheit oder Absicht zählt nicht. Wir zählen auch zu den Bürgern, die es sich wünschen, dass nicht nur an Gefahrenstellen, sondern auch in Wohngebieten Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. (...)

Emilie und Karl Reichmann

Oldenburg

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Meines Erachtens wird das Thema viel zu hoch gespielt. Wenn die Geschwindigkeit nicht kontrolliert werden würde, gäbe es nur noch Wettrennen auf unseren Straßen. Das ist wohl jedem klar. Es ist nur sehr ungeschickt, dass Stadt und Polizei nach verschiedenen Kriterien vorgehen bei der Jagd nach Temposündern. Vom Grundsatz her finde ich die Tempoüberwachungen in Ordnung. (...) Deshalb meine Empfehlung an die aufgeregten Mitmenschen: Haltet Euch an die festgesetzten Tempobeschränkungen, dann habt Ihr auch keine Probleme!

Hans-Jürgen Backer

Oldenburg

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Einen Tag vor Erscheinen dieses Berichtes fuhr ich am späten Nachmittag, so gegen Feierabendzeit, die Wilhelmshavener Heerstraße stadteinwärts. Gegenüber, vor der Fleischerei Mathews, stand das Messfahrzeug der Stadt. Unfallschwerpunkt? Auf Bitten der Anwohner? Wohl kaum.

Werner Spaeth

Oldenburg

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Ich finde, es wird zu wenig geblitzt. Es ist keine Abzocke, denn der Kraftfahrer hat ja Einfluss darauf, ob er geblitzt wird oder nicht. Hält er sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung, (...) wird er nicht zur Kasse gebeten. Was ich auch erstaunlich finde, ist, dass der Anwohner in seiner Straße, vor seinem Haus sehr wohl 30 km/h einhalten kann, aber um die Ecke, wo seine Kinder ja nicht spielen, da hat er es schon wieder vergessen. (...) Also, weiter so und von mir aus noch mehr Blitzer installieren.

Birgit Schmid

Oldenburg

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Alle Verkehrsteilnehmer in Oldenburg sind Herrn Exner zu großem Dank verpflichtet. Wurde doch endlich einmal ausführlich über ein Verhalten der Stadt Oldenburg berichtet, für das „Abzockerei“ noch eine relativ harmlose Bezeichnung ist.

Nur zur Klarstellung: Die hier zu übende Kritik bezieht sich ausschließlich auf den Bereich zwischen 50 und 60 km/h; schließt also echte Gefahrenbereiche – in der Regel Tempo 30-Zonen – aus.

Mit ihrem Hinweis auf Unfallschwerpunkte oder Bürgerbegehren macht sich die Stadt mehr als lächerlich. Im Bereich des Scheidewegs, z. B. gegenüber dem großen Bürgerbusch, ist weder ein Unfallschwerpunkt, noch gibt es ein Bürgerbegehren. Bisher schimpfte der unbescholtene Bürger und Steuerzahler anonym auf das Verhalten der Stadt Oldenburg. Die Berichterstattung von Herrn Exner hat nun zu einer Personifizierung geführt, die aufhorchen lässt und Oberbürgermeister Schwandner (...) zum Handeln veranlassen muss.

Erklärt doch Herr Hullmann als Leiter der Ordnungsbehörde, formal sei alles in Ordnung. Der Gesetz- oder Verordnungsgeber habe auch eine Ahndung im Bereich von Überschreitungen der Geschwindigkeit bis 10 km/h vorgesehen; na Bravo. Jetzt wissen wir endlich, welche Geisteshaltung sich hinter der Strategie verbirgt. Der Beamte kann formal alles erklären und wähnt sich im Recht. Kein Gedanke an moderne Verwaltung und Bürgerfreundlichkeit, geschweige denn -nähe. (...)

Manfred Weber

Oldenburg

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(...) Dass (...) das Amtsgericht die Stadt-Maßstäbe „unerträglich“ findet, ist (...) von neuer Qualität. Hier sieht man, wozu es führt, wenn man Teile aus dem Bereich der Jurisprudenz an Laien mit laienhaften Qualitäten überträgt.

Dann wird eben danach entschieden, wo zum Beispiel das Radargerät besonders viel einbringt. Pech für die Verantwortlichen ist natürlich, dass hier kompetente Kreise aufmerksam wurden und es für den Beauftragten für die Kommunikation von Schutzbehauptungen, auch Stadtsprecher genannt, schwieriger ist, die Angelegenheit abzubügeln (...).

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Klaus-Dieter Schürmann

Oldenburg

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