Delmenhorst Die Stadtwerke Delmenhorst haben im Streit um unbezahlte Rechnungen für Gas und Wasser am Montagmorgen um 8.30 Uhr erneut das Wasser im Wollepark abgedreht. Bislang habe sich nach Kenntnis der Stadtverwaltung weder die Hausverwaltung noch die Eigentümergemeinschaft der Wohnblöcke Am Wollepark 11 und 12 gemeldet, sagte eine Sprecherin. In der Innenstadt zogen am Vormittag einige der 350 Bewohner in einem Protestzug vor die Verwaltung der Stadtwerke. Der Zug verlief nach Angaben der Polizei friedlich.

Nach Angaben der Stadtwerke schuldet die Hausverwaltung dem Energieversorger rund 130.000 Euro für Gas und Wasser - Geld, das die Mieter ihren Vermietern bereits gezahlt haben. Eine Notversorgung werde über einen Hydranten mit mehreren Wasserhähnen gewährleistet. Seit dem 27. April liefert der Versorger kein Gas mehr für die 80 Wohnungen. Am 4. April hatten die Stadtwerke schon einmal das Wasser abgestellt, mussten es jedoch nach einem Gerichtsbeschluss am Folgetag wieder anstellen, weil Vorwarnfristen nicht eingehalten wurden.

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Am Freitag meldete der Versorger, er habe nun Strafanzeige gegen die Hausverwaltung und gegen Unbekannt gestellt. Er wirft den mehr als 50 Wohneigentümern Veruntreuung und Betrug vor.

Die Diakonie kümmert sich weiter um die meist aus Osteuropa stammenden Bewohner. Etwa die Hälfte traue sich nicht, einen Anwalt einzuschalten, sagte Diakoniechef Franz-Josef Franke. Die Bewohner hätten zu große Angst, dadurch ihre Wohnung zu verlieren. Nach einem Aufruf der Diakonie hätten sich nur drei neue Vermieter gefunden, die Familien eine neue Bleibe angeboten hätten. Einem Umzug in eine Notunterkunft der Stadt stünden die Mieter skeptisch gegenüber. Sie befürchteten, dass sie dann ihr in der Wohnung zurückgelassenes Hab und Gut nicht wiedersehen.

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