BüRGERFELDE Bisher nutzte Luckau die Halle für die Oldtimer allein. Nun hat die Stadt einen weiteren Mieter einziehen lassen.

Von Klaus Fricke BÜRGERFELDE - Im vergangenen Jahr pilgerten an manchen Sonntagen um die 1000 Leute zum ehemaligen Pekol-Gelände an der Alexanderstraße. Sie alle wollten bei den Tagen der offenen Tür das Fahrzeugmuseum des Vereins Oldenburger Verkehrsgeschichte sehen.

Daraus wird in diesem Jahr wohl nichts. Hans-Joachim Luckau, der seit 1998 bereits die große Halle für seine alten Pekol-Busse, Feuerwehrwagen und historischen PKW gemietet hat, muss sich einschränken. Grund: Die Stadt als Besitzerin der Immobilie hat ihm einen Mitmieter in die Anlage gesetzt. Rund 1000 Quadratmeter Fläche benötigt eine Speditionsfirma für ihre Zwecke. Folge: Luckaus Fahrzeuge stehen gedrängt und wenig ausstellungsbereit im hinteren Teil der großen Halle.

Auch wenn die Spedition nur etwa zwei Monate lang den Platz beansprucht, ist Luckau überzeugt: „Die Stadt will mich mürbe machen.“ Seine Autosammlung stehe den Plänen der Stadt im Wege, das gesamte Gelände (die NWZ berichtete) zu verkaufen und hier ein großes Einkaufszentrum bauen zu lassen. Entwürfe von Investoren, die auch dem Automuseum einen Platz zugestehen, haben bislang keinen Anklang im Bauamt gefunden.

„Mit den Leuten von der Spedition komme ich gut klar“, betont Luckau, „aber das Liegenschaftsamt hat schon angekündigt, dass danach noch andere Mieter hier einziehen könnten.“ Was die Stadtverwaltung im Prinzip nicht bestreitet: „Der Mietvertrag, den Herr Luckau besitzt, sieht eine Nebenvermietung vor“, sagt Stadtsprecherin Christiane Maaß. „Alles andere wäre eine Fehlinterpretation. Die Vermietung der gesamten Fläche war stets bis auf Widerruf.“

Auch wenn Maaß klarstellt, „dass wir Herrn Luckau weder mürbe machen noch verdrängen wollen“, kann der Autosammler das städtische Vorgehen nicht verstehen. „Ich bin doch seit Jahren hier der ehrenamtliche, also kostenlose Hausmeister. Die Gebäude wären sonst längst nicht mehr benutzbar oder vermietbar.“ Seine Oldtimer (auch für die Landesdenkmalspflege ein Stück Stadtgeschichte) stehen derweil traurig in der Ecke

„Ich glaube,

die Stadt

will mich

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

mürbe machen“

Hans-J. Luckau

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.