Im Nordwesten Zwischenahner Meer, Dümmer, Flüsse wie Elbe, Aller oder Ems, Mittelland-, Elbe-Seiten und Dortmund-Emskanal – Reviere für Wassersportler und -touristen gibt es in Niedersachsen reichlich. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab, freuen sich Kommunen, Verbände und private Anbieter über eine steigende Zahl von Wassertouristen. „Der Wassertourismus hat sich in den letzten Jahren zu einem interessanten Nischensegment mit Wachstumspotenzialen entwickelt“, sagte Christian Budde, Sprecher im zuständigen Wirtschaftsministerium.

Besonders gelungene touristische Angebote seien etwa die Paddel- und Pedal-Stationen in Ostfriesland mit einer Kombination aus Radtourismus und Kanuwandern. Dennoch sei Wassertourismus ein Nischensegment. „Und die immer wieder geforderte Revitalisierung alter Gewässersysteme scheitert oft an den erforderlichen hohen Investitionen für die Instandsetzung von Schleusen, Brückenhebungen oder die Gewässervertiefung.“

Wie am Zwischenahner Meer wird auch am Steinhuder Meer der Wassersport und -tourismus seit jeher großgeschrieben. „Hier gibt es mittlerweile sogar die einzige Kite-Surf-Schule Deutschlands“, sagte Nina Vanessa Bergmann, Pressesprecherin der Steinhuder-Meer-Tourismus-GmbH. „Auch normales Windsurfen ist beliebt. Nur die Zahl der Segelboote ist von 5000 auf etwa zweieineinhalb Tausend zurückgegangen.“

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Teile der Hunte sind bereits seit Jahren ein Paradies für Kanuten – künftig soll ein neuer Service auch an anderen Flüssen Kanuwanderer und Bootsfahrer anlocken. „Wir haben entlang der Weser in den vergangenen Jahren die Gelbe Welle installiert“, sagte der Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik-GmbH, Martin Fahrland. Allein zwischen Minden und Bremen gebe es 23 Schilder an Anlegern oder Häfen, alle mit der stilisierten gelben Welle und Piktogrammen, die auf WCs, Restaurants oder Übernachtungsmöglichkeiten hinweisen. „Das Schild signalisiert dem Gast: ,Hallo, Du bist hier willkommen““, sagte Martin Fahrland. 78 dieser Schilder gibt es insgesamt. Auch beim Landeskanuverband gibt es eine positive Entwicklung. „Es gibt viel mehr Kanuverleiher als früher“, sagte Vizepräsident Werner Nowak. Vor allem Flüsse im Emsland und in der Lüneburger Heide seien bei Kanuwanderern beliebt.

Naturschützer beobachten die Entwicklung wohlwollend. Bislang sei es zu keinen größeren Problemen gekommen, heißt es.

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