Leer /Emden Der Ausgang der Abstimmung über den Masterplan Ems 2050 am kommenden Montag im ostfriesischen Leer steht auf der Kippe. Er könne dem Kreistag keine Empfehlung für das bisher ausgehandelte Vertragswerk geben, sagte Landrat Bernhard Bramlage (SPD) am Donnerstag. Er sorgt sich vor allem um die kommunale Planungshoheit des Landkreises. In dessen Gebiet liegen die meisten der begehrten Flächen, die für die Sanierung und Renaturierung des Flusses infrage kommen. Ohne die Zustimmung von Leer ist die Zukunft des Plans ungewiss.

Am Abend hatte der Rat der kreisfreien Stadt Emden den Vertrag mit dem Land gebilligt. Unterstützung kam auch von der Wirtschaft. Ohne den Masterplan würden die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung an der Ems eher schlechter als besser werden, erklärte die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Allen Verantwortlichen müsse die Tragweite einer Ablehnung bewusst sein. Von der Bundeswasserstraße Ems hingen zahlreiche Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft und in der Binnenschifffahrt ab.

Mit dem Masterplan Ems 2050 will die Landesregierung ein Vertragsverletzungsverfahren bei der EU mit drohenden Strafzahlungen in Millionenhöhe abwenden. Der Fluss soll saniert werden und gleichzeitig für die Papenburger Meyer Werft weiter nutzbar bleiben. Der Vertrag ist jedoch umstritten. Landwirte befürchten eine Verknappung der Agrarflächen durch Ausgleichsmaßnahmen. Kritik kommt auch von lokalen Naturschützern. Sie fordern seit Jahren den Umzug der Werft an die Küste. Dagegen unterstützen die großen Naturschutzverbände WWF, NABU und BUND den Plan und wollen dafür auf Klagen gegen Schiffsüberführungen der Werft verzichten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.