Oldenburger Land „Insekten spielen eine immens wichtige Rolle für Ökosysteme und das menschliche Wohlergehen“, sagen die Insekten-Expertinnen Sandra Bischoff und Silke Kreusel vom Naturschutzbund Nabu Oldenburger Land, Projektpartner im NWZ-Insektenjahr. Im Rahmen des von der Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekts „Insekten retten!“ der NABU Stiftung Oldenburgisches Naturerbe haben sie sechs Maßnahmen für einen insektenfreundlichen Garten zusammengestellt, die sowohl auf dem heimischen Grundstück, als auch auf Gewerbeflächen und öffentlichen Flächen ohne großen Aufwand umgesetzt werden können.

1. Insektenfreundliche Pflanzen

Viele Insekten ernähren sich von Pollen und Nektar unserer heimischer Pflanzen. Auch Stängel und Blätter werden z.B. von Raupen gefressen oder für den Nestbau genutzt. Dabei sind viele Insektenarten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Sie können nicht auf andere Pflanzen ausweichen und finden auch keinen Nutzen in Zuchtformen. Wenn wir in unserem Garten wilde Ecken einfach stehen lassen, wuchern dort z.B. Brennesseln, Gräser, Klee und andere Pflanzenarten, die für viele Insekten überlebenswichtig sind! Außerdem lassen sich in Gärtnereien viele heimische, insektenfreundliche Stauden für den Garten finden.

Brennnesseln in einer wilden Ecke des Gartens könnte für Insekten überlebenswichtig sein. Bild: Imago

2. Nisthilfe für Insekten

So vielfältig wie die Insektenarten sind, so vielfältig sind ihre Ansprüche an geeignete Nistplätze. Dazu gehören offene Sand- oder Lehmstellen oder auch Pflasterfugen, Trockenmauern und Steinhaufen, Totholz, Laubhaufen sowie markhaltigen Stängel von Brom- und Himbeere oder Holunder.

Nisthilfe: In Trockenmauern finden auch Insekten geeignete Nistplätze. Bild: Imago

3. Mehr Wasser – auch für einen insektenfreundlichen Balkon

Ein Mini-Teich im Garten zieht viele Insekten an. Ein eingegrabener Trog reicht schon aus. Sehr flache Wasserstellen sollten nicht fehlen, denn sie bieten Insekten die Möglichkeit, gefahrlos zu trinken. Dafür kann auch eine flache Wasserschale mit Steinen oder Muscheln, z.B. auf dem Balkon, platziert werden.

Ein Gartenteich lockt Insekten an. Aber auch kleine Wasserflächen können zum Beispiel für einen insektenfreundlichen Balkon sorgen. Bild: Imago

4. Licht zieht Insekten an – bis es gefährlich wird

Ein Licht im Garten zieht Insekten an. Im Bann dieses Strahls sind sie wie gefangen und können dann an Erschöpfung sterben. Deshalb Licht nur verwenden, wenn es wirklich gebraucht wird. Leuchtmittel ohne UV-Licht (wie z.B. LED) und mit geringer Streuung nutzen. Die Lampen sollten geschlossen sein, damit die Insekten nicht in sie hineinfliegen können.

Ein Nachtfalter unter der Lampe: Insekten lieben das Licht, was ihnen aber auch zum Verhängnis werden kann. Bild: Imago

5. Insekten helfen beim ökologischen Gleichgewicht

Wer naturnah gärtnert, hilft seinem Garten dabei, sich selbst zu regulieren. Bis sich ein ökologisches Gleichgewicht einstellt, braucht es allerdings etwas Zeit und Geduld – und keine Gifte! In einem Laubhaufen z.B. überwintern Florfliegen, deren Larven sich von Blattläusen ernähren. Manche Schädlinge reagieren auf Gerüche und so werden in einer Mischkultur Zwiebeln, Knoblauch oder andere stark riechende Pflanzen wie Rosmarin, Minze oder Beifuß zwischen die Gemüsepflanzen gesetzt.

In einem Laubhaufen können Insekten überwintern und Larven ablegen. Bild: Imago

6. Öko- statt konventioneller Anbau

Durch unseren Konsum entscheiden wir mit. Ökologisch produzierte Lebensmittel sind in der Regel teurer als die aus konventionellem Anbau. Wie viel ist uns selbst der Insektenschutz wert?

Weitere Informationen finden Sie beim Nabu Oldenburger Land und den Garten- und Balkon-Seiten des Nabu.

Alles zum NWZ-Insektenjahr finden Sie hier.


Mehr Infos: und   www.nabu-oldenburg.org/wir-über-uns/nabu-stiftung/insekten-retten/  oder   www.nabu.de/garten 
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