Oldenburger Land Es gibt allein in Deutschland rund 33 000 Insektenarten, schätzt der Naturschutzbund Nabu. Doch über die meisten ist kaum etwas bekannt. Zudem sind viele Arten gefährdet – denn der Lebensraum für Insekten schwindet und ihre zahl geht drastisch zurück.

Blick in Blumentöpfe

Um wichtige Daten über Insekten in Deutschland und im Oldenburger Land zu erheben, startet der Nabu – unser Projektpartner im NWZ-Insektenjahr – zum zweiten Mal eine große Zählaktion. Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ ruft die Naturschutzorganisation dazu auf, vom 2. bis zum 11. August in ihrer Umgebung Insekten zu beobachten, zu erfassen und zu melden. „Die optimalen Bedingungen, um viele Insekten zu sehen, bietet ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag“, sagt die Biologin und Insektenexpertin Sandra Bischoff vom Nabu Oldenburger Land: „Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel mit einem Blick in die Blumentöpfe.“

Jedes Insekt zählt

Aktionen des Nabu zum Insektensommer

Sonntag, 4. August: Von 10 bis 12 Uhr geht es mit den Experten Sandra Bischoff und Bernd Ziesmer an den Nabu-Teichen in Loyermoor auf Insektensuche. Anmeldung: Tel. 0441/25600.

Sonntag, 11. August: Exkursion per Rad des Nabu in Hude. Start ist um 11 Uhr am Bahnhof, Stüverskamp 2. Am Ende der Tour ist eine gemeinsame Zählaktion auf einer Wiese geplant.

Ob Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss – beobachten und zählen könne man fast überall, so der Nabu. Das Beobachtungsgebiet sollte dabei nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus, die Zähldauer nicht länger als eine Stunde.

Jedes Insekt zählt dabei. Im Mittelpunkt stehen aber 16 in Deutschland besonders häufig vorkommende Arten: Die Tagfalter Admiral, Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz, und Kleiner Fuchs, die Wildbienenarten Ackerhummel, Steinhummel und Holzbiene, der Asiatische Marienkäfer und der Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Lederwanze und die Streifenwanze, die Hainschwebfliege, die Florfliege, die Blutzikade, die Blaugrüne Mosaikjungfer als Libelle und das Grüne Heupferd als Heuschrecke.

Online-Formular

Ihre Insekten-Beobachtungen können Sie online an den Nabu melden, entweder mit Hilfe der kostenlosen Nabu-App „Insektenwelt“ oder per Online-Formular. Dort finden Sie auch ein Formular, das als Zählhilfe ausgedruckt werden kann.

Die Daten werden laut Nabu zeitnah im Internet veröffentlicht. An der ersten Zählaktion im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 18 000 Naturfreunde.

Ulrich Schönborn Chefredakteur (komm./ViSdP) / Chefredaktion
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