Werden hier im Frühjahr radioaktive Abfälle umgeschlagen?
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Castortransporte In Nordenham
Werden hier im Frühjahr radioaktive Abfälle umgeschlagen?

Oldenburg Den Anstoß hat vor Jahren eine Reportage in der NWZ gegeben. Eindrucksvoll wurde dort das Schicksal einer alleinstehenden Mutter aus Varel (Landkreis Friesland) geschildert, die ihren behinderten Sohn bei sich zu Hause pflegte und dabei immer wieder an die Grenzen ihrer Kräfte geriet.

Der Zeitungsartikel löste dann eine beispiellose Entwicklung aus, die am Mittwoch in Oldenburg einen vorläufigen Höhepunkt fand. Auf einem Gelände des Diakonischen Werks am Dohlenweg gab es den ersten Spatenstich für ein Kurzzeitpflegeheim, in dem behinderte Kinder und Jugendliche für eine begrenzten Zeitraum aufgenommen werden können, die eigentlich in ihren Familien leben.

Ideengeber und Motor des Projektes „Kiola“ ist Prof. Dr. Michael Albani, der als Ruheständler nach Bad Zwischenahn gezogen war, zuvor aber als Chefarzt eines Kinderkrankenhauses in Wiesbaden am Aufbau eines ähnlichen Projektes beteiligt war. Gemeinsam mit dem theologischen Diakonie-Vorstand Thomas Feld und der Leiterin des Oldenburger Behindertenheims „Haus Regenbogen“, Ute Dorczok, trieb er das Vorhaben voran, löste eine Riesenwelle an Unterstützung aus und brachte auch die schwierigen Verhandlungen mit den zuständigen Behörden zu einem positiven Ergebnis.

Auf einer kleinen Feierstunde anlässlich des ersten Spatenstichs dankten Albani, Feld und Dorczok den zahlreichen Spendern und Unterstützern aus dem gesamten Oldenburger Land. Fast eine Million Euro sind in den vergangenen Jahren für das Vorhaben gespendet worden – davon mehr als 300 000 Euro von Leserinnen und Lesern der NWZ, die das Projekt im Rahmen einer Weihnachtsaktion förderten.

Lob und Anerkennung sprach die Oldenburger Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler den Projekt-Betreibern aus: „Sie haben nie nachgelassen, sich für das wichtige Vorhaben einzusetzen.“ Die zwölf Plätze in dem künftigen Wohnheim könnten für mehr als 200 Familien im Jahr eine große Entlastung sein. Für deren Einsatz gebe es nämlich keinen Feierabend und kein Wochenende. Deshalb sei das Vorhaben auch so wichtig.

Das Gebäude wird in moderner Holzständerbauweise entstehen. Eine Besonderheit dieser Technik: „Es wird immer Sommer kühl und im Winter warm sein“, kündigte Albani an.

Nach der aktuellen Planung wird es im September ein Richtfest geben können – und für den kommenden Sommer ist die Inbetriebnahme geplant.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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