Oldenburg /Im Nordwesten Über Blühstreifen wird oft genug gesprochen, doch tut sich noch mehr, wenn es um Insekten und Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt geht. Ein besonderes Projekt hat jetzt Zwischenbilanz in Oldenburg gezogen: der Biotopverbund Grasland.

Seit Oktober 2017 versucht das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen zusammen mit mehreren Partnern Biotope in den Landkreisen Ammerland, Wesermarsch und Oldenburg zu identifizieren – und miteinander zu verbinden, so Mathias Paech, Projektleiter des Biotopverbund-Projektes. Kernflächen, also vorhandene Biotope, wurden in den Landkreisen schon gefunden, die ersten Maßnahmen zur Steigerung der Artenvielfalt und zur Verbindung der Kernflächen schon getroffen.

Doch wie sieht die Verbindung der Flächen aus? Eigentlich recht einfach und doch mit viel Aufwand verbunden: Artenreiche Biotope werden durch Obstwiesen, Deiche oder schmale Wiesenblüh­streifen an Wegrändern, Gräben oder Waldrändern miteinander vernetzt. Also durch Verbindungslinien, die bereits vorhanden sind, aber für die Zwecke noch aufbereitet werden müssen.

Ziel ist es, dass sich Pflanzen und Insekten wie Tagfalter und Heuschrecken ausbreiten und von Biotop zu Biotop wandern können. Um das zu erreichen, sei es wichtig, dass die quasi inaktiven Verbindungen durch die Aussaat geeigneter Pflanzen und Gräser angereichert und vorbereitet werden, erklärt Paech.

Nicht nur für Insekten, sondern auch für die Bevölkerung bringe das Projekt Vorteile, auch wenn diese nicht immer augenfällig seien. Eine Erhöhung der Artenvielfalt und der Verbreitung von Insekten sorge für eine bessere Bestäubung von Obst und Gemüse, so Paech. Und auch für das Auge gebe es durch die artenreichen Biotope und die Verbindungen mehr zu sehen – ein netter Nebeneffekt.

Der Projektleiter sowie die Partner, zu denen die Landwirtschaftskammer Oldenburg, die Universität Oldenburg sowie der Nabu Oldenburger Land und lokale Akteure wie Boden- und Wasserverbände zählen, seien mit dem Projektfortschritt zufrieden. Bis Januar 2021 sollen die Maßnahmen, die unter anderem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie den Projektpartnern gefördert werden, abgeschlossen sein.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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