Oldenburg „Ausgesprochen weit“ ist der Nordwesten beim Thema Grüner Wasserstoff, der ein wichtiger Baustein ist, um die Klimaziele zu erreichen. So lautete das Fazit der niedersächsischen Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé. Sie war am Freitag in Oldenburg und hat mit verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung der Region gesprochen, auch Vertreter aus den Niederlanden waren dabei.

Grüner Wasserstoff

Von Grünem Wasserstoff wird gesprochen, wenn Wasser durch überschüssige Energie aus Windkraft- und Solaranlagen in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Das Gas Wasserstoff und somit auch die Energie kann dann gespeichert und später genutzt werden.

Ausgetauscht hat sich Birgit Honé mit Vertretern aus der gesamten Region: Dr. Anna Meincke (Metropolregion Nordwest), Martina Kruse (Landkreis Emsland), Katja Baumann (Mariko), Roland Hentschel (OLEC), Ellen Farwick (Ansprechpartner nordniederländische Provinzen) und Christoph Tönjes (Provinz Drenthe).

Die Verantwortlichen gaben der Ministerin einen Einblick in die Projekte, die bereits laufen, und berichteten auch von Problemen beim Ausbau eines flächendeckenden Wasserstoff-Netzes. „Wir benötigen keine Forschung mehr, es geht jetzt um die Anwendung“, sagte Honé im Anschluss.

Ein Problem hierbei: Durch die Gasleitungen darf bis jetzt noch kein Wasserstoff geführt werden, obwohl dies möglich wäre. „Die Wasserstoffwirtschaft war bisher ein Nischenprodukt für die chemische Industrie, daraus soll jetzt ein Massenprodukt werden“, berichtete Franz-Josef Sickelmann vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.

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Bis der Nordwesten flächendeckend mit Grünem Wasserstoff versorgt werden kann und die Firmen ohne Fördergelder auskommen, ist es allerdings noch ein weiter Weg: „Die Region Weser-Ems ist für Wasserstoff prädestiniert“, sagte Honé mit Blick auf die Möglichkeiten für die Windkraft, „der Wunsch der Akteure ist es nun, dass vernetzte Wasserstoff-Strukturen entstehen und die Unternehmen Planungssicherheit bekommen.“ Dies gelte sowohl beim Thema Gesetzgebung als auch für die Bezuschussung durch Fördergelder. Denn ohne werde es zu Beginn nicht gehen.

Diese Erkenntnisse wird Honé demnächst bei der zuständigen Fachkommission der EU in Brüssel vorstellen, denn sie wurde zur Berichterstatterin für Grünen Wasserstoff ernannt. Die Verantwortlichen hoffen daher, in den nächsten Jahren Fördergelder von der EU zu erhalten.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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