Bartels kündigt Rückzug  an
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Bartels kündigt Rückzug an

Oldenburg Cewe hat seit rund zwei Wochen viele kleine, neue Mitarbeiter. Sie sind aber nicht in der Medientechnologie, im Marketing oder in der Geschäftsführung beschäftigt. Nein, sie sollen Honig produzieren und dafür sorgen, dass die Wiese auf dem Unternehmensgelände noch weiter erblüht.

„Die Bienenvölker haben sich schon ganz gut eingeflogen“, sagt Dörthe Heuer vom Imkerverein Oldenburg mit Blick auf die beiden Bienenstöcke. Sie betreut die Cewe-Bienen, bis die ersten Mitarbeiter zertifizierte Imker sind und selbst Verantwortung für die beiden Völker tragen können. Das wird aber noch ein bisschen dauern.

Das Problem war nämlich: Der Oldenburger Foto-Dienstleister wollte unbedingt noch im NWZ-Insektenjahr mit dem neuen Bienenprojekt loslegen. Die Imker-Ausbildung ist aber zurzeit so beliebt, dass es für die Mitarbeiter keine Schulungsplätze mehr gab. „Das soll aber bald nachgeholt werden“, sagt Dörthe Heuer.

Mitarbeiter als Imker

Interessenten für die Schulung gebe es schon, bestätigt Cewe-Mitarbeiterin Meike Kersken. Überhaupt sei das Projekt aus persönlichem Interesse entstanden. Sowohl Meike Kersken als auch Oliver Thomsen (Leitung Recht) begeistern sich für die Imkerei. „Wir wollten uns aber nicht zu Hause für uns damit beschäftigen, sondern das Thema lieber mit ins Unternehmen bringen“, sagt Thomsen.

Cewe ist nicht das einzige Unternehmen im Nordwesten, das dem Bienensterben mit eigenen Völkern entgegenwirken will. „Zum Beispiel auch das Oldenburgische Staatstheater hat Bienenstöcke“, weiß Dörthe Heuer. „Sie stehen auf dem Dach des Theateranbaus.“ Dass Dächer für Bienenstöcke genutzt werden, sei in Städten öfter der Fall. „Bienen sind in der Stadt meistens besser versorgt als auf dem Land“, sagt die Imkerin. „Hier gibt es die Artenvielfalt, auf dem Land oft die Maiswüste.“

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Wenn ein Unternehmen Bienenstöcke anschaffen will, braucht es vor allem einen geeigneten Platz. „Wir Imker müssen die Bienen mit dem Wagen gut erreichen können, weil wir viel Material mitbringen“, sagt Dörthe Heuer. Auch sollte der Platz so liegen, dass die Bienen keine Mitarbeiter stören. Rundum sollte es grün sein und blühen – Linden, Weiden und Rubinen sind Bäume, die viele Pollen und Nektar bringen. „Hier ist ein wunderbarer Platz für die Bienen“, sagt Dörthe Heuer. „Es gibt ein kleines Waldstück, eine Blumenwiese und sogar einen Obstgarten.“

Umweltschutz ist bei Cewe laut Geschäftsführer Andreas Kluge schon seit Gründungszeiten ein Thema – wegen der Chemikalien, die im Fotolabor verwendet wurden.

Ideen zur Nachhaltigkeit

Seit sechs Jahren entwickeln Mitarbeiter verschiedener Abteilungen in einem Nachhaltigkeitskreis neue Ideen. So kommt es, dass es in der Nähe der Bienenstöcke bereits ein Insektenhotel, eine Futterstation für Vögel, 144 Nistkästen, 15 Fledermauskästen sowie Igelkuppeln und Hummelburgen gibt. „Die Mitarbeiter bringen sich gerne in die Aktionen ein“, sagt Kluge. „Und das Engagement strahlt auch ins Privatleben aus.“ Die Wiese, auf der die Bienenstöcke stehen, dient auch als Ausgleichsfläche für den zuletzt erstellten Anbau – sowie als Pausen- und Erholungsareal für die Mitarbeiter.

Die Cewe-Bienenvölker – Ableger größerer Völker – werden bis zum Winter auf bis zu 5000 Bienen anwachsen. „Und im März geht es dann richtig los!“, sagt Imkerin Dörthe Heuer – wenn die ersten Mitarbeiter als Imker-Profis ausgebildet sind. Mal sehen, ob es im nächsten Jahr den ersten Cewe-Honig gibt.

Inga Wolter stv. Ltg. / Online-Redaktion
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