Oldenburg Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) will sich noch stärker als bisher gegen rechtsextreme Tendenzen stemmen. Das wurde am Samstag in der Oldenburger Weser-Ems-Halle deutlich. Mehr als 70 Teilnehmer aus allen Landes- und Bezirksverbänden aus Norddeutschland diskutierten hier über die Zukunft der Awo.

Soziale Gerechtigkeit, das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft und die Zukunft der sozialen Berufe waren die Kernthemen. Das neue Grundsatzprogramm wird zum 100. Geburtstag des Awo-Bundesverbandes im Dezember 2019 in Berlin verabschiedet werden.

Ehrengast des Tages war die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD), die vor dem Hintergrund der Koalitionsverhandlungen in Berlin deutliche Worte sprach: „Die Ökonomisierung des Sozialen, die mit der Pflegeversicherung begann, ist eine Fehlentwicklung“. Zudem betonte sie: „Der Regelsatz im Bereich des Arbeitslosengeldes II, Hartz 4 also, ist nicht korrekt berechnet. Für Kinder sind die vielen unterschiedlichen familienpolitischen Leistungen nicht zielführend. Eine vom Einkommen der Eltern unabhängige Kindergrundsicherung ist anzustreben. Die Bertelsmann Stiftung hat dieses ebenfalls angeregt“.

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Der Präsident der Arbeiterwohlfahrt, Wilhelm Schmidt, erklärte abschließend: „In Oldenburg haben wir den Startschuss für unsere Regionaltreffen in ganz Deutschland gegeben. Der Bedarf an offenen Debatten ist vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in der Bundesrepublik groß. Steigende Mieten, wachsende soziale Ungleichheit, das Erstarken von Rechtsextremismus und der Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag verunsichern viele. Als Arbeiterwohlfahrt haben wir beschlossen, dass wir unseren Kampf gegen Rechtsextremismus verstärken werden und die soziale Ungleichheit dringend verringert werden muss.“

Dafür sei eine qualitativ gut ausgebaute soziale Infrastruktur unerlässlich. Sie sei in der Lage, sozial- und herkunftsbedingte Ungleichheiten abzuschwächen.

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