Nordloh /Tange Gespannte Gesichter, zahlreiche Augenpaare die den Briefumschlag mustern und einige erleichterte oder mitunter vielleicht auch aufgeregt Blicke, als die Aufgabe bekannt gegeben wurde: So wie in Nordloh-Tange (Kreis Ammerland) ging es am Donnerstagabend in vielen Orten im Oldenburger Land zu. Der Grund: Die Landjugenden bekamen ihre Aufgaben für die diesjährige 72-Stunden-Aktion der Niedersächsischen Landjugend offenbart.

Bis Sonntagabend, 18 Uhr, hatten die Gruppen Zeit, die ihnen gestellten Herausforderungen zu meistern. Was genau getan werden musste, war ganz unterschiedlich. Hoch im Kurs standen allerdings Insektenhotels oder ähnliche eher ökologische Aufgaben sowie Grillhütten und -plätze für die jeweiligen Dorfmittelpunkte.

So auch in Tange – die Landjugend steht exemplarisch für die insgesamt 111 Gruppen in ganz Niedersachsen. Und so lief der Bau ab.

Donnerstag

Schon kurz nach der Bekanntgabe der Aufgabe durch den „Agenten“ begannen die ersten Arbeiten. Der Platz für die neu zubauende Grillhütte wurde vermessen, ausgekoffert und mit Sand gefüllt. Parallel wurde die Zeichnung für die Hütte, die sowohl eine feste Grillstelle als auch Bänke beherbergen soll, angefertigt. Die ersten Arbeiten wurden gegen 22.30 Uhr beendet.

Freitag

Auch am Freitag wurde ungefähr bis 23 Uhr gearbeitet, gefolgt von einem typischen „gemütlichen Beisammensein“, wie Jantje Berger von der Landjugend Nordloh-Tange es ausdrückte. Verdient, denn am Freitag begann der Tag für die mehr als 30 freiwilligen Helferinnen und Helfer teilweise schon um 7 Uhr. „Wir haben ganz früh das Material geholt, welches wir noch am Abend vorher bestellt haben“, so Dominik Stöhr, der die Hauptorganisation innerhalb der Landjugend innehat. Dank der schon fertigen Zeichnung konnten dann bereits die Balken zugesägt und das Holz gestrichen werden. Auf dem Dorfplatz selbst wurde mit den notwendigen Pflasterarbeiten begonnen. Die Leitung der jeweiligen Aufgaben übernahmen Experten aus den eigenen Reihen. „Wir haben uns quasi ein Baukasten-System für die Hütte gefertigt“, so Stöhr. Entsprechend schnell gingen die Arbeiten auch am Freitag: Am Abend stand das Dachgerüst und auch die Grill-Armatur inklusive Abzug waren schon fertig.

Samstag

Zur Halbzeit der 72-Stunden-Aktion wurde die Dachkonstruktion am Samstag komplettiert. Die Balken wurden mit Latten verbunden, Dachpappe aufgebracht und alles wetterfest versiegelt.

Aber nicht nur an der Grillhütte wurde gearbeitet, auch die weiteren Aufgaben wurden in Angriff genommen. „Wir müssen zum Beispiel noch einen Fahrradständer bauen“, erklärte Berger. Und damit auch wirklich gar keine Langeweile aufkam, wurden auch noch ein paar überfällige Verschönerungsarbeiten auf dem Gelände erledigt. „Wenn man schon mal die Manpower hier hat“, sagte Stöhr.

Zwischendurch bekamen die Mitglieder der Landjugend auch noch Besuch. Jorriet Rieckmann, Bundesjugendreferent der Niedersächsischen Landjugend, stattete den Aktionen in Oldenburg und Ostfriesland einen Besuch ab. „Es läuft überall sehr gut“, zeigte sich Rieckmann zufrieden. „Ein paar Gruppen waren vielleicht etwas überrascht, wie umfangreich die Aufgabe war, aber alle stellen sich der Herausforderung.“ Zufrieden war auch Piet Boersma, Vorsitzender der Landjugend in Nordloh-Tange, mit dem Verlauf der Arbeiten. „Sehr zufrieden sogar. Aber wir sind weiterhin auf Spenden angewiesen“, betonte er. Zwar habe man schon viel im Vorfeld geklärt, aber das Material konnte ja erst mit Bekanntwerden der Aufgabe bestellt werden – und musste natürlich bezahlt werden.

Solchen Sorgen zum Trotz konnte am Samstagabend schon Richtfest gefeiert werden.

Sonntag

„Wir sind tatsächlich fertig geworden“, sagt Dominik Stöhr am Sonntagnachmittag erfreut. Kleinigkeiten wurden noch erledigt, gefegt und ein paar Schrauben angezogen – so konnte die Grillhütte am Abend pünktlich eingeweiht werden. „Wir lagen wirklich gut im Zeitplan“, so Stöhr. Jetzt bietet die neue Grillhütte sowohl der Landjugend als auch der Öffentlichkeit einen schönen Platz zum Verweilen.


Videos und Bilder aus Nordloh-Tange sowie von anderen Landjugenden sehen Sie unter   www.nwzonline.de 
Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
Tonia Hysky Redakteurin / Newsdesk
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