Nordenham /elsfleth Die Elsflether Werft kann das Insolvenzverfahren weiter in Eigenregie betreiben. Das hat die Gläubigerversammlung am Montag im Amtsgericht Nordenham beschlossen. Auch wurde bekannt, dass die Bredo-Werft Interesse hat, das Unternehmen zu übernehmen. Die Bredo-Werft in Bremerhaven, in deren Dock die „Gorch Fock“ seit drei Jahren (und im Auftrag der Elsflether Werft) zur Reparatur liegt, macht Forderungen in Höhe von 10,5 Millionen Euro gegen die Elsflether Werft geltend. Ein strategisches Interesse habe die Bremerhavener Werft nicht, sagte Bredo-Geschäftsführer Dirk Harms nach der Gläubigerversammlung.

Die Werft habe gerade erst ein Unternehmen in Cuxhaven übernommen und habe damit drei Standorte. Es gehe jedoch auch darum, Arbeitsplätze in der Schiffbau-Branche zu erhalten, sagte Harms. „Wir können uns vorstellen, aktiv zu werden“, sagte Harms. Es sei ein normales Verfahren, als Hauptgläubiger gegen Abgeltung von Forderungen Anteile von insolventen Unternehmen zu erwerben. Werftvorstand Dr. Axel Birk und Generalbevollmächtigter Dr. Tobias Brinkmann bestätigten das Interesse von Investoren. „Wir stehen bereit“, sagte der Generalbevollmächtigte Brinkmann zu möglichen Gesprächen.

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Ein Streitpunkt bei der Zukunft des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ ist noch das Pfandrecht der Bredo-Dockgesellschaft. Das Landgericht Bremen berät am Dienstag über einen Eilantrag des Bundes gegen die Bredo-Werft auf Herausgabe des Marineschulschiffs „Gorch Fock“. Eigentlich soll Bredo den Rumpf am Freitag wieder ins Wasser lassen. Die Werft will das Schiff aber als Pfand behalten, wenn der Bund nicht offene Rechnungen von 5,1 Millionen Euro bezahlt. Die Marine besteht darauf, dass sie wieder die Verfügung über die „Gorch Fock“ bekommt. Sie argumentiert, dass die Dockunterbringung bereits beim Generalunternehmer, der Elsflether Werft, bezahlt worden sei.

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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