Norddeich Der eisige Frühlingsbeginn hat Niedersachsen fest im Griff. Behörden und Kommunen warnen weiter vor Lebensgefahr beim Betreten von zugefrorenen Gewässern, weil die Eisdecken zumeist nicht tragfähig sind. In Winsen an der Luhe war am Mittwoch ein 38-Jähriger vermutlich erfroren, nachdem er in einen zugefrorenen Flussarm eingebrochen war. Wegen Niedrigwasser und Eisgang sind inzwischen mehrere Inseln vom Schiffsverkehr abgeschnitten.

Die Personen- und Frachtschifffahrt nach Baltrum ist vorerst bis Freitag eingestellt, nach Wangerooge und Juist fallen die Fähren sogar bis einschließlich Montag aus. „Die Versorgung ist aber gesichert“, sagte ein Sprecher der Reederei Norden-Frisia in Norddeich. Die Vorratslager seien gut gefüllt, nachdem am Mittwoch ein vollgepacktes Frachtschiff noch einmal Juist ansteuern konnte. Touristen seien kaum betroffen, Juist, Wangerooge und andere Inseln sind weiter auf dem Luftweg erreichbar.

Die extremen Bedingungen schränken auch die Fahrpläne der Inseln Norderney, Langeoog und Spiekeroog ein. Mehrere Verbindungen vom Festland und zurück fallen aus. Von Freitag bis Montag legt zudem der Katamaran auf der Strecke Emden-Borkum eine Zwangspause.

Genauere Informationen zu den Fährverbindungen Harlesiel-Wangerooge

Anhaltender starker Ostwind drückt weiter das Wasser aus der Deutschen Bucht weg, auch hat sich stellenweise Eis angesammelt. Das führt zu Engstellen im flachen Fahrwasser des Wattenmeeres, wo bei Niedrigwasser selbst Schiffe mit wenig Tiefgang wie die Inselfähren Probleme bekommen. „Auch das Manövrieren an den Anlegern in den Häfen wird schwieriger“, sagte ein Reedereisprecher.

Einschränkungen gibt es auch an vielen Streckenabschnitten von Kanälen und Flüssen. Betroffen sind unter anderem der Elbe-Seitenkanal, der Mittellandkanal und der Küstenkanal.

Die Temperaturen bleiben nach den weiteren Aussichten ganztägig unter dem Gefrierpunkt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) rechnet daher an der Wattenmeerküste mit weiterer Eisbildung.

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