Oldenburg Ein „schwieriges Verhältnis“ sieht Professor Dr. Volker Boehme-Neßler zwischen Justiz und Medien. Der Wahrheitssuche stehe Quoten- und Auflagendruck entgegen – meint der Professor für Öffentliches Recht, Europarecht, Rechtstheorie und Telekommunikationsrecht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Der Beitrag in der Vortragsreihe des Oberlandesgerichtes am Mittwochabend arbeitete anschaulich und informativ die Unterschiede zwischen Medienwelt und Gerichtssaal heraus. Boehme-Neßler führte den Einfluss der Medien auf den Prozess gegen den früheren Wetter-Moderator Jörg Kachelmann als Beispiel an für den Druck, dem Richter ausgesetzt seien.

Eine Patent-Lösung für den Umgang bot der Referent nicht an. Seine Empfehlung: Medien ließen sich nicht ausklammern; Juristen müssten sich aber nicht unterwerfen. Boehme-Neßler riet zu „Selbstbewusstsein und Offenheit“. Das Spannungsverhältnis lasse sich am ehesten beherrschen im gegenseitigen Austausch.

Was das bedeutet zum Beispiel für die Veröffentlichung von Namen oder Fotos von Angeklagten? Das müsse im Einzelfall geprüft werden.

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