WILHELMSHAVEN Die Arbeitsgemeinschaft Jade-Weser-Port hat am Donnerstag keinen Zweifel daran gelassen, dass der Jade-Weser-Port trotz der derzeitigen Probleme – 47 Löchern in der Spundwand des Tiefwasserhafens – Anfang August pünktlich in Betrieb gehen kann. Manfred Wendt, Geschäftsführer des federführenden Bauunternehmens Bunte (Papenburg), erklärte, dass die jüngst aufgetretenen Schäden bedauerlich, jedoch bei Hafenbauprojekten dieser Dimension nicht ungewöhnlich seien. Er gehe davon aus, dass die Schäden nicht auf Fehler in der Bauausführung zurückzuführen seien. In diesem Fall decke die abgeschlossene Projektversicherung die Kosten. An den rund 4000 Schlossverbindungen in der Spundwand seien derzeit 47 Schlosssprengungen festgestellt worden.

Wendt wies Kritik an der technischen Ausführung beim Kajenbau zurück. Die eingesetzte Rammtechnik, die von fest arretierten Arbeitsplattformen umgesetzt worden sei, entspreche den Vorgaben des Auftraggebers. Die erreichte Genauigkeit der mehr als 1600 eingerammten Trag- und Füllbohlen sei deutlich besser als die vorgegebenen Toleranzen erlaubten. Dies sei auch in den erstellten Rammprotokollen dokumentiert. „Wir haben eine Spundwand mit der geforderten Standfestigkeit erstellt, die qualitativ keinen Vergleich zu scheuen braucht“, so Wendt.

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Die Rammarbeiten sowie sämtliche Arbeiten des Wasser- und Ingenieurbaus seien nach höchsten Standards und anerkannten und erprobten Verfahren mit leistungsfähigen Gerätschaften und erfahrenen Mitarbeitern erfolgt. Dennoch könne kein Auftraggeber und kein Auftragnehmer bei infrastrukturellen Zukunftsprojekten in dieser Größenordnung sowie mit diesen einzigartigen baulichen und ingenieurtechnischen Dimensionen wie in Wilhelmshaven derartige Vorkommnisse „zu 100 Prozent“ ausschließen. Der kürzlich eingereichte Insolvenzantrag des an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Baupartners Heinrich Hecker GmbH (Oldenburg) beeinträchtige in keiner Weise den Fortgang der Arbeiten.

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