Im Nordwesten /EB Zur Debatte um Nitratwerte im Grundwasser haben 22 niedersächsische Kreislandvolkverbände ein Gutachten zur „fachlichen Evaluierung der Ausweisung von Grundwasserkörpern“ in Auftrag gegeben. Zur Begründung des Gutachtens sagte der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, Hubertus Berges: „Der Schutz des Grundwassers ist Bestandteil unseres Wirtschaftens. Bei der Debatte um Nitrat im Grundwasser erschienen uns seit Langem Daten im Zusammenhang mit dem Nitrat-Messnetz als sehr implausibel.“ Aus seiner Sicht könne für die Qualität des Grundwassers nur mit „wissenschaftlich fundierten Informationen zu unserem Messstellennetz“ gearbeitet werden.

Beauftragt haben die 22 Kreislandvolkverbände das hydrogeologische Consultingunternehmen „HYDOR Consult“ aus Berlin. In dem Gutachten soll untersucht werden, wie plausibel die Untersuchung des Grundwassers auf Nitrat ist, die 2015 durch den niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Niedersachsen gemacht wurde. Die Kreislandvolkverbände hinterfragen die Ergebnisse der bisherigen Untersuchung. Dazu gehört auch die chemische Bewertung des Grundwassers auf Nitrat. Es geht dabei ebenfalls um die Teilflächen, die in der Landesdüngeverordnung im Jahr 2019 als sogenannte „Belastungskulisse Grundwasser“, auch als „rote Gebiete“ betitelt, auftauchten.

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Um dies zu klären, wird für das von den Kreislandvolkverbänden in Auftrag gegebene Gutachten die bautechnische Qualität der Messstellen des WRRL-Messnetzes auf die vorhandenen Anforderungen in den technischen Regelwerken überprüft. Das betrifft auch die erhobenen Messdaten. Die Datengrundlagen dafür wurden laut Berges vom NLWKN zur Verfügung gestellt. Es soll außerdem ein internationaler Vergleich zur Bewertung des chemischen Zustandes des Grundwassers in Europa gemacht werden.

Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im April dieses Jahres präsentiert werden. „Und dann erwarten wir uns von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung eine zielorientierte Befassung mit den Ergebnissen“, so Berges.

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