Im Nordwesten „Eine Mannschaft, ein Traum, eine Familie...“ Das ist das Motto der „Oldenburg Outlaws“. Sie nennen sich die „Geächteten“, sind aber eine verschworene Gemeinschaft, die sich einer Sportart verschrieben hat, die in Deutschland noch nicht an der Spitze der Popularität steht. Es geht um „American Football“, eine scheinbar rau-ruppige Angelegenheit, die aber zunehmend Anhänger und Aktive findet.

Für die Oldenburger „Outlaws“ soll der Leitspruch „One Team, One Dream, One Family“ nicht nur Motto, sondern gelebte Wirklichkeit sein. Deshalb haben sie beschlossen, sich angesichts der aktuellen Corona-Krise für eine besondere Aktion zu engagieren. Gemeinsam mit ganz vielen anderen Menschen im gesamten Oldenburger Land wollen sie sich starkmachen für Schwache in unserer Gesellschaft.

Mit einer eigenen Aktion unterstützen die „Outlaws“ die Corona-Nothilfeaktion von Caritas, Diakonie und Nordwest-Zeitung. Mit dem Verkauf eines speziellen T-Shirts helfen sie, Menschen im Oldenburger Land finanziell unter die Arme zu greifen, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind. Das Corona-T-Shirt kann für 25 Euro (inklusive Versand) erworben werden – davon gehen dann fünf Euro auf das gemeinsame Nothilfe-Konto. Bestellungen sind unter der E-Mail-Adresse Fanwear@oldenburg-outlaws.de möglich.

Hier können Sie spenden

Reza Yamini, einer der Initiatoren der Aktion und Vorstand Jugend in der zum GVO Oldenburg zählenden Truppe, erläutert den Hintergrund: „Weil wir eine sehr familiär ausgerichtete Gemeinschaft sind, möchten wir uns gern an der großen Nothilfeaktion beteiligen und sie zum Erfolg bringen.“

Die „Outlaws“ sind damit nicht allein. Zahlreiche Menschen im Oldenburger Land haben sich seit dem Start der Aktion vor drei Wochen mit einer Spende beteiligt. Unter dem Motto „Stark für Menschen in Not“ haben sie inzwischen 75.899,06 Euro auf das Spendenkonto überwiesen. Ein Start, wie ihn die Organisatoren nicht erwartet hatten.

Die Verantwortlichen bei Caritas und Diakonie äußerten sich beeindruckt über das großartige Zeichen der Solidarität. Es sei berührend, zu erleben, dass es im Oldenburger Land so viel Mitgefühl und Hilfsbereitschaft gebe.

Die Spenden können selbstverständlich auch steuerlich berücksichtigt werden. Wer für seine Steuererklärung eine entsprechende Spendenquittung benötigt, kann seine Anschrift auf dem Überweisungsformular vermerken – und bekommt dann automatisch eine steuerlich wirksame Bescheinigung zugeschickt.

Wie wichtig die gemeinsame Aktion von Caritas, Diakonie und Nordwest-Zeitung für die betroffenen Menschen im Oldenburger Land ist, spüren die Experten von Diakonie und Caritas vor Ort jeden Tag. „Dass die Tafel zu hat, ist eine große Belastung.“ Diesen Satz hört Heinz Hermann Buse im Kreisdiakonischen Werk Oldenburg Stadt in der Corona-Krise immer wieder. Auch viele ältere Menschen kommen zur Diakonie, weil sie mit ihrer kleinen Rente nicht auskommen. „Die meisten haben ihre Rente vorher mit einem Minijob aufgebessert. Davon fallen viele derzeit weg“, schildert Buse die Situation. Für Familien sei auch der Wegfall des kostenlosen Mittagessens in der Schule schwer aufzufangen, insbesondere in Großfamilien mit drei, vier oder fünf Kindern. Vor allem zum Monatsende wird es dann eng, und die Menschen sind sehr dankbar für die Unterstützung durch Diakonie, Kirche und Caritas.

Wer die Nothilfe-Aktion mit eigenen Initiativen unterstützen möchte, kann sich gern unter der E-Mail-Adresse juergen.westerhoff@nwzmedien.de melden, um dort Hilfe bei der öffentlichen Darstellung zu erhalten.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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