Oldenburger Land Polizeipräsident Johann Kühme hat jetzt den ersten zwei Hilfspolizeibeamten der Polizeidirektion (PD) Oldenburg ihre Bestellungsurkunden und Dienstausweise ausgehändigt. Niedersachsen setzt als erstes Bundesland im Rahmen eines zweijährigen Projektes insgesamt 65 Mitarbeiter von privaten Firmen zur Begleitung von Schwertransporten ein. Allein 33 Hilfspolizisten werden dabei nach bestandener Ausbildung in der PD Oldenburg ernannt.

Verbunden mit der übertragenen Hilfspolizeieigenschaft ist ausschließlich die Befugnis zur Begleitung von Großraum- und Schwertransporten, bei der die Hilfspolizisten dann auch regelnd auf den Straßenverkehr einwirken dürfen. Sie sind dabei mit einer gelben Jacke mit der Aufschrift „Hilfspolizei“ gekennzeichnet und begleiten den Schwertransport mit einem zusätzlichen Begleitfahrzeug, welches zu allen Seiten mit Magnetschildern „Hilfspolizei“ sowie gelben Rundumlichtern gekennzeichnet ist.

Von einer „zu erwartenden deutlichen Entlastung, insbesondere der Einsatz- und Streifendienste“ sprach Polizeipräsident Kühme, denn in den vergangenen Jahren wurden allein in der PD Oldenburg über 7000 Schwertransporte durch die Polizei begleitet. Unter anderem löste die Errichtung von Windparks immer wieder temporäre Spitzenbelastungen in den Polizeiinspektionen aus.

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Auch wenn die Polizei weiterhin kontrollieren und noch einige größere Transporte begleiten werde, so stehe zukünftig mehr Personal für die polizeilichen Kernaufgaben zur Verfügung, erläuterte Kühme. Diverse Pilotstrecken hätten in der Vergangenheit aufgezeigt, dass die Begleitung von Schwertransporten durch „Private“ völlig gefahr- und problemlos funktioniere.

Basierend auf diesen guten Erfahrungen, gerade auch in der PD Oldenburg, initiierte das Niedersächsische Innenministerium mit den Polizeidirektionen das „Projekt zur Begleitung von Großraum- und Schwertransporten durch Hilfspolizeibeamte“.

Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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