Hannover /Gandersum Als Schutz vor Sturmfluten wurde 1998 das Emssperrwerk bei Gandersum im Kreis Leer gebaut – 2022 soll es zu einer Schlickbremse umgebaut werden. Bund und Land einigten sich jetzt darauf, die Baukosten von 30 bis 40 Millionen Euro zu teilen. Der Umbau sei ein Kernstück des Masterplans Ems 2050, teilte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Dienstag mit. Die Landesregierung wolle mit dem Projekt gegen die zunehmende Verschlickung des Flusses und die schlechte Wasserqualität der Ems vorgehen. Die Staufunktion des Sperrwerks soll für eine flexible Steuerung der Tide genutzt werden, damit die Gezeiten mehr Schlick aus der Ems heraus- als hineinbefördern.

In der Ems gibt es nach zahlreichen Ausbaggerungen zuviel Schlick, Salz und Stickstoff und zu wenig Sauerstoff. Im Frühjahr 2015 hatten sich der Bund, das Land Niedersachsen, die Landkreise Emsland und Leer, die Stadt Emden sowie drei Umweltverbände und die Papenburger Meyer Werft für das Masterplan-Projekt zusammengeschlossen. Ziel ist der Ausgleich zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen an der Ems als Lebensader der regionalen Wirtschaft. Naturschützer bezweifeln jedoch den Nutzen des in der Region umstrittenen Vertrages und die Eignung des Emssperrwerkes als Schlickbremse.

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