Oldenburg Die Rotary Clubs und die Lions Clubs aus der Stadt Oldenburg und dem Landkreis Ammerland wollen gemeinsam ein großes Projekt angehen: Ihr Einsatz gilt Flüchtlingen, die in die Region kommen. Für dieses Vorhaben wünscht man sich auch die Unterstützung der Kommunen, möglichst vieler Firmen – und natürlich von vielen Ehrenamtlichen.

Positive Signale dazu gibt es bereits von mehreren Seiten. „Wir haben schon Gespräche geführt“, berichtet Werner zu Jeddeloh, früherer Chef der Firma Büfa in Oldenburg. Den Dialog gesucht haben Lions und Rotary auch mit Kirchen und Wohlfahrtsorganisationen, die sich schon jetzt in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Getragen werden soll die Initiative durch einen gemeinnützigen Verein, an dessen Agenda und Finanzierung bereits gearbeitet wird. Doch schon während des Gründungsstadiums will man möglichst umgehend Beratung, Begleitung und Unterstützung für Flüchtlinge und Asylbewerber leisten.

Ziel ist es, den Menschen möglichst schnell Sprachkenntnisse zu vermitteln und den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Nicht zuletzt, um ihnen auch eine Perspektive aufzuzeigen. Auch mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter ist man in Kontakt.

Ziel ist es auch, die Zeit bis zur Entscheidung eines Anerkennungsverfahrens von bis zu 18 Monaten von Anfang an zu nutzen. Gerade in dieser Zeit soll es vor allem um Sprachkurse gehen, um den Menschen zu ermöglichen, auch mit anderen in den Austausch zu kommen. „Ohne Sprachkenntnisse sind sie sehr isoliert“, sagt etwa Werner zu Jeddeloh. Bildung und Arbeit seien wichtige Schlüssel für das Ankommen in einer Gesellschaft.

Im inneren Initiativkreis um Werner zu Jeddeloh sind auch Gerlinde Röben (Firma Röben, Tonbaustoffe) und Ernst Jünke, früherer Leiter der BBS Wechloy in Oldenburg, aktiv. „Es soll nur dort investiert werden, wo öffentliche Förderung aus verschiedenen Gründen nicht oder noch nicht möglich ist. Dadurch soll auch verhindert werden, dass Flüchtlinge bis zu ein oder zwei Jahren im Container oder in Notunterkünften wie Turnhallen zum Nichtstun verdammt sind.“

Zum ersten Male starten Rotary und Lions auch gemeinsam ein großes Förder-Projekt, weil sie auch darin ihre Verantwortung sehen, sich den derzeitigen Herausforderungen in der Gesellschaft zu stellen. Der neue Verein will die verschiedenen Unterstützungsleistungen privater und öffentlicher Institutionen über die Grenzen der einzelnen Kommunen hinaus vernetzen. Hilfen und Projekte sollen so ganz gezielt den Flüchtlingen zugutekommen, aber auch deren Fähigkeiten und Kompetenzen möglichst schnell aufgenommen und gewürdigt werden.

Nach den derzeitigen Plänen könnte das Projekt Ende September, Anfang Oktober starten.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Norbert Wahn Redakteur / Politikredaktion
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